Ukraine-Krieg: Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf der Krim

Ukraine - Russland hat nach eigener Darstellung den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen und dort erhebliche Schäden angerichtet.

Selenskyj warnt vor weiterer Unterstützung für Moskau: Nordkorea könnte Russland im Ukraine-Krieg mit Truppen und Waffen helfen.  © Teresa Suarez/POOL EPA/AP/dpa

Wie das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mitteilte, wurde im Hafen ein Container-Terminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei bei dem Angriff mit Präzisionswaffen und Drohnen ein Stückgutfrachter getroffen worden.

Von ukrainischer Seite wurde am Abend bestätigt, dass vor der Küste bei Odessa ein unter fremder Flagge fahrender Frachter nach einem russischen Raketenangriff gesunken sei.

Bei dem Angriff am 19. Juli seien neun Besatzungsmitglieder sowie ein ukrainischer Lotse getötet worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram mit. Acht Mann Besatzung seien gerettet worden. Die "Golden Leo", die unter der Flagge von Guinea-Bissau fuhr, habe Mais transportiert.

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27. Juli, 18.24 Uhr: Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf der Krim

Im Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat eine ukrainische Drohne nach Angaben der Besatzungsbehörden zehn Zivilisten verletzt.

Die Drohne sei gegen 14 Uhr Ortszeit (13 Uhr MESZ) in ein fünfstöckiges Wohnhaus der Großstadt Kertsch eingeschlagen, teilte Olga Kurlajewa, die Beraterin des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow, mit. Ein Feuer sei in der dritten und vierten Etage ausgebrochen, unter den Verletzten sei auch ein Kind, schrieb sie bei Telegram.

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Die ukrainische Armee hat die von Russland annektierte Halbinsel Krim mit einem Drohnenangriff überzogen. (Archivfoto)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

27. Juli, 14.53 Uhr: Russland beschießt Schiffe in Mykolajiw

Die russische Armee hat Schiffe im ukrainischen Schwarzmeerhafen Mykolajiw mit Drohnen angegriffen.

Dabei sei ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden, teilte die ukrainische Seehafenverwaltung mit. Es handele sich um Schiffe, die seit Beginn der russischen Invasion 2022 in Mykolajiw festgesteckt hätten. 

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach dagegen von zwei Schiffen, die für Lieferungen an die ukrainische Armee eingesetzt worden seien. Sie seien "im Moment des Entladens von Militärgütern" getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung. Für diese Angaben gab es keine Belege.

Russische Drohnen haben Schiffe im Hafen von Mykolajiw getroffen. (Archivfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

27. Juli, 9.35 Uhr: Ukraine greift mit Drohnen an - Tote in Rostow

Bei ihrer Abwehr der russischen Invasion hat die Ukraine das Hinterland des Gegners erneut mit Hunderten Kampfdrohnen angegriffen.

Dabei kamen in der südrussischen Hafenstadt Rostow-am-Don zwei Zivilisten ums Leben, als eine Drohne in ein Hochhaus einschlug, wie Gouverneur Juri Sljussar mitteilte. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden, schrieb er auf Telegram. Der Angriff galt vermutlich dem nahegelegenen Hafen der Stadt, über dem nach Augenzeugenberichten eine Rauchwolke aufstieg.

27. Juli, 9.34 Uhr: Russland berichtet von Angriffen gegen Hafen von Tschornomorsk

Russland hat nach eigener Darstellung den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen und dort erhebliche Schäden angerichtet.

Wie das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mitteilte, wurde im Hafen ein Container-Terminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei bei dem Angriff mit Präzisionswaffen und Drohnen ein Stückgutfrachter getroffen worden.

Bei den Angriffen kommen russische Kampfdrohnen zum Einsatz. (Archivbild)  © Andreas Stein/dpa

26. Juli, 19.18 Uhr: Selenskyj will Moskau mit Drohnenkrieg unter Druck setzen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zusammen mit seinen Militärs neue Ziele für Langstreckendrohnen festgelegt, um Russland die Fortsetzung des Kriegs zu erschweren.

Hauptziel sei dabei, Russland zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu drängen, berichtete Selenskyj nach der Kommandeurssitzung auf Facebook.

"Wir haben der russischen Führung alle notwendigen Vorschläge unterbreitet, um den Krieg mit einem ehrenvollen Frieden zu beenden", schrieb Selenskyj. Die Partner Kiews seien informiert. Nunmehr trage das ukrainische Vorgehen aus seiner Sicht dazu bei, "die Voraussetzungen für echte Diplomatie zu schaffen".

Selenskyj hob die Wirksamkeit und erhöhte Schlagdistanz der neuen ukrainischen Drohnen hervor. "Die Reichweite der Angriffe beträgt bereits mehr als 3000 Kilometer, und wir bauen unsere Fähigkeiten, über größere Entfernungen zu agieren, weiter aus", betonte Selenskyj.

26. Juli, 17.38 Uhr: Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Supermarkt

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Supermarkt in der ukrainischen Stadt Tschernihiw nördlich von Kiew sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Eines der Todesopfer sei ein 10-Jähriger, teilte der örtliche Militärverwalter Dmytro Bryschynskyj auf Telegram mit. Weitere 13 Besucher des Supermarkts seien bei dem Einschlag der Kampfdrohne verletzt worden.

26. Juli, 17.36 Uhr: Rumänien schießt weitere Drohnen im eigenen Luftraum ab

Die rumänische Luftwaffe hat weitere fremde Drohnen im eigenen Luftraum abgeschossen.

Nachdem der Pilot eines rumänischen F-16-Kampfjets am Freitag ein derartiges Fluggerät im Osten des Landes mit einer Rakete eliminiert hatte, kam es am Samstag und am Sonntagmorgen zu weiteren Abschüssen von Drohnen, die in rumänisches Hoheitsgebiet eingedrungen waren. Das teilte das rumänische Verteidigungsministerium auf seiner Webseite mit. Erste Anzeichen deuten auf eine russische Herkunft der Flugobjekte hin.

In allen Fällen seien die Einsätze über unbewohntem Gebiet erfolgt, so dass für die Bevölkerung am Boden keine Gefahr bestanden habe, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Am Samstag sei eine fremde Drohne in Sfantu Gheorghe am Schwarzen Meer, am Sonntagmorgen eine weitere nahe Sulina nahe der Grenze zur Ukraine im Donaudelta abgeschossen worden.

Die rumänische Luftwaffe hat mit Abschüssen reagiert. (Archivfoto)  © Andreea Alexandru/AP/dpa

26. Juli, 12.27 Uhr: Tote, Verletzte, Schäden – Moskaus Angriffe in der Ukraine

Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut massiv mit Angriffen aus der Luft überzogen.

In der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurde eine 40 Jahre alte Frau bei einer Attacke getötet, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mitteilte. Verletzt wurden demnach neun Menschen, darunter auch ein zehnjähriger Junge.

In der Hauptstadt Kiew wurden Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge mindestens drei Menschen verletzt. Der ukrainische Zivilschutz teilte am Morgen mit, dass es Feuer in drei Stadtteilen infolge russischen Beschusses gegeben habe, die alle gelöscht worden seien. Demnach brannten ein Lagerhaus, elf Fahrzeuge, ein vierstöckiges Gebäude und ein Nichtwohngebäude.

Mit mehreren ballistischen Raketen greift Russland erneut die Ukraine an. Es gibt zivile Opfer.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

26. Juli, 8.32 Uhr: CSU fordert Abkommen für Drohnen mit Kiew

Vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe fordert ihr Vorsitzender Alexander Hoffmann (51) ein offizielles Rüstungsabkommen mit Kiew, um die Bundeswehr mithilfe ukrainischer Drohnentechnologie aufzurüsten.

"Wir sind der Auffassung, es braucht eine Unterstützungsdividende von der Ukraine", sagte Hoffmann der "Bild am Sonntag". Deutschland werde die Hilfe "unter allen Umständen fortsetzen". Gleichzeitig habe Kiew damit "wirklich herausragende Fähigkeiten entwickelt - im Bereich Drohnen, Drohnenabwehr und Marschflugkörper".

Für Deutschlands Hilfen für die Ukrainefordert die Partei eine Gegenleistung. Kiew solle die Bundesrepublik an Rüstungsinnovationen teilhaben lassen, sagt CSU-Politiker Hoffmann (51).  © Sebastian Gollnow/dpa

25. Juli, 21.51 Uhr: Selenskyj rechnet mit weiteren Nordkoreanern auf Seiten Russlands

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit weiteren Truppen und schweren Waffen unterstützen wird.

Unter anderem bereite sich Russland vor, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch unterzubringen.

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