Mehrere Verstöße gegen Umweltvorschriften: Polizei kontrolliert Schifffahrt

Daniel Josling

Magdeburg - Unsachgemäß entsorgter Müll, technische Mängel, auslaufende Betriebsstoffe: Bei bundesweiten Aktionstagen zum Gewässer- und Umweltschutz hat die Wasserschutzpolizei in Sachsen-Anhalt zahlreiche Verstöße festgestellt.

Insgesamt 73 Schiffe wurden durch die Wasserschutzpolizei unter die Lupe genommen. (Symbolfoto)  © Heiko Rebsch/dpa

Bei den Kontrollen Mitte April überprüften die Einsatzkräfte im Land 73 Schiffe. In 27 Fällen wurden Beanstandungen registriert, meist wegen fehlerhafter Abfallentsorgung oder kleinerer technischer Mängel. In allen Fällen leitete die Polizei Maßnahmen ein.

Die Kontrollwoche war Teil einer länderübergreifenden Aktion, bei der die Einhaltung von Umweltvorschriften in der See- und Binnenschifffahrt überprüft wurde. Zugleich sollte das Bewusstsein für umweltgerechtes Verhalten gestärkt werden.

Wie schnell sich Verstöße zu einem größeren Umweltproblem entwickeln können, zeigte ein Vorfall am Geiseltalsee.

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Dort sank ein Sportboot, wodurch mineralölhaltige Stoffe ins Wasser gelangten. Einsatzkräfte konnten eine Ausbreitung eindämmen.

Gegen den Eigentümer wird wegen Gewässerverunreinigung ermittelt.

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Wasserschutzpolizei hat besonders geschützte Gebiete im Blick

Nach Angaben der Polizei stehen besonders sensible Gebiete im Fokus der Kontrollen – etwa Naturschutzflächen oder sogenannte Natura-2000-Areale.

Dabei handelt es sich um europaweit geschützte Naturgebiete, in denen seltene Tiere und Pflanzen leben und die deshalb besonders strengen Umweltregeln unterliegen.

Die Wasserschutzpolizei kündigte an, auch künftig regelmäßig zu überprüfen, ob die Vorschriften eingehalten werden.

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