Vom Birgit Zimmermann
Leipzig - Bundesumweltminister Carsten Schneider (50, SPD) bereitet ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten vor. Er werde noch in diesem Jahr ein entsprechendes Gesetz vorlegen, sagte der SPD-Politiker nach einem Treffen mit den Umweltministerinnen und Umweltministern der Länder in Leipzig.
Die Einweg-Geräte sollen dann in Deutschland nicht mehr verkauft werden dürfen.
Schneider begründete das angestrebte Verbot mit der Gefahr von Bränden, die von den Einweg-E-Zigaretten ausgehen. Sie würden von den Nutzern häufig einfach über den Hausmüll oder den Gelben Sack entsorgt - und führten dann zu Bränden in den Müllentsorgungsanlagen.
Sie seien eine Gefahr für Leib und Leben der Beschäftigten und auch eine Gefahr für den Recyclingstandort Deutschland. Wie häufig die Geräte tatsächlich für Brände verantwortlich seien, werde derzeit noch "quantifiziert".
Der Bundesrat hatte sich in der Vergangenheit bereits für ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten ausgesprochen.
Die Bundesregierung hatte sich bereiterklärt, ein Verbot auf den Weg zu bringen - Schneider machte jetzt klar, dass es bald kommen soll. Nachfüllbare Geräte sollen von dem Verbot nicht betroffen sein.
Umsatz stieg 2025 deutlich
Die sogenannten E-Zigaretten erzeugen Dampf, der inhaliert wird und nach Früchten oder Menthol schmeckt.
Der Dampf enthält deutlich weniger Schadstoffe als der Rauch von Tabakzigaretten, Mediziner warnen dennoch vor den Gesundheitsgefahren und der Wirkung von Nikotin, das abhängig macht.
Im Jahr 2025 stieg der legale Umsatz in Deutschland nach Branchenangaben schätzungsweise um ein Viertel auf 2,4 Milliarden Euro. Von Juli an können Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland E-Zigaretten überall dort, wo sie verkauft werden, auch zurückgeben.