14 Tote und 84 Verletzte nach Zugunglück: War ein Taxi der Auslöser der Tragödie?

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Jakarta (Indonesien) - In einer der bevölkerungsreichsten Städte der Welt ist es zu einem tragischen Zugunglück gekommen, bei dem bereits 14 Menschen ihr Leben verloren haben. Die Zahl der Verletzten steigt auf 84, während andere noch in den Trümmern der Unglückszüge eingeschlossen sind.

Vor Ort herrschte Chaos. Hunderte Einsatzkräfte versuchten die Verletzten so schnell wie möglich aus dem Zug zu bergen. Viele von ihnen wurden mit Tragen und Sauerstoffflaschen fortgebracht.
Vor Ort herrschte Chaos. Hunderte Einsatzkräfte versuchten die Verletzten so schnell wie möglich aus dem Zug zu bergen. Viele von ihnen wurden mit Tragen und Sauerstoffflaschen fortgebracht.  © Yasuyoshi CHIBA / AFP

"Ich dachte, ich wäre tot", sagte eine Überlebende (29) gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, nachdem sie mit einem gebrochenen Arm und einer tiefen Schnittwunde in ein Krankenhaus eingeliefert worden war.

Am Montagabend verunfallten am Bahnhof in East Bekasi zwei Züge in der Nähe eines Bahnübergangs, heißt es in einem Bericht des lokalen Ablegers der britischen Rundfunkanstalt "BBC".

Ersten Erkenntnissen zufolge war ein defektes Taxi der Auslöser des schweren Zusammenstoßes. Dieses blieb auf einem Bahnübergang stehen. Ein herannahender Pendlerzug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr gegen das Taxi. Der Zug bremste ab und hielt, doch die Information, dass der Pendlerzug auf der Strecke stehen geblieben war, erreichte einen Fernzug offenbar zu spät.

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Dieser raste wenig später ungebremst in das Heck des stehenden Schienenfahrzeugs. Mohammad Syafii (66), der Chef der nationalen Such- und Rettungsbehörde, erklärte: "Die Lokomotive und der Waggon sind praktisch ineinander verschmolzen, was die Rettungsarbeiten äußerst schwierig macht."

Die Menschen im Inneren des Waggons wurden durch den heftigen Aufprall eingeklemmt und mussten mit schwerem Gerät aus den Trümmern befreit werden.

"Ich bin sicher, dass keine weiteren Opfer mehr gefunden werden", sagte Syafii in einer Pressekonferenz am Dienstag und erklärte die Bergungsaktion somit für abgeschlossen.

Die Züge sind bei dem Zusammenprall praktisch "ineinander verschmolzen", so Mohammad Syafii (66), der Chef der nationalen Such- und Rettungsbehörde.
Die Züge sind bei dem Zusammenprall praktisch "ineinander verschmolzen", so Mohammad Syafii (66), der Chef der nationalen Such- und Rettungsbehörde.  © Tatan Syuflana/AP/dpa
Aufgereiht warteten die Krankenwagen auf die Verletzten. 14 Opfer überlebten das Zugunglück am Bahnhof in East Bekasi nicht.
Aufgereiht warteten die Krankenwagen auf die Verletzten. 14 Opfer überlebten das Zugunglück am Bahnhof in East Bekasi nicht.  © TARIS IMAN / AFP

Krankenwagen standen aufgereiht und warteten auf Opfer des Zugunglücks

Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur vor Ort berichtete, brach unmittelbar nach dem Unglück das Chaos aus. Rettungskräfte im Inneren des Wracks riefen nach Sauerstoffflaschen für die Verletzten, während Dutzende Krankenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht in einer Reihe warteten.

Die 84 geborgenen Verletzten wurden auf Liegen aus den Trümmern getragen und direkt in die umliegenden Krankenhäuser verteilt.

Titelfoto: Fotomontage: YASUYOSHI CHIBA / AFP, Tatan Syuflana/AP/dpa

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