Bombenanschlag auf einen Kleinbus: Über ein Dutzend Tote in Kolumbien

Von Philipp Znidar

Cajibío (Kolumbien) - Gut einen Monat vor der Präsidentenwahl in Kolumbien sind bei einem Bombenanschlag am Samstag Behördenangaben zufolge mindestens 14 Zivilisten getötet worden.

Nach dem Anschlag versammelten sich Menschen um die beschädigten Fahrzeuge.  © Santiago Saldarriaga/AP/dpa

"Es gibt keine Worte, die ausreichen, um den Schmerz zu beschreiben, den wir heute empfinden", teilte der Gouverneur von Cauca, Octavio Guzmán, über die Plattform X mit.

Der Angriff ereignete sich Guzmán zufolge im Ort Cajibío im Südwesten Kolumbiens. Medienberichten zufolge fiel ein Sprengstoffzylinder auf einen Kleinbus und explodierte. Auf vom Gouverneur auf X geteilten Bildern waren erhebliche Schäden an mehreren Fahrzeugen zu sehen.

Mehr als 38 Menschen seien verletzt worden, darunter fünf Minderjährige, schrieb Guzmán. Der Gouverneur sprach von einer "Tragödie", warnte vor einer "terroristischen Eskalation" und forderte entschlossene Maßnahmen der Regierung.

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Die Zeitung "El Tiempo" berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bewaffnete Männer hätten zuvor Fahrzeuge auf der Straße gestoppt und blockiert.

Offizielle Angaben zu möglichen Verdächtigen gab es von den Ermittlungsbehörden zunächst nicht.

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Laut dem Gouverneur von Cauca, Octavio Guzmán, wurden mehr als 38 Menschen verletzt, darunter fünf Minderjährige.  © Santiago Saldarriaga/AP/dpa

Präsident Kolumbiens: Dissidenten der früheren Farc-Guerilla verantwortlich

Präsident Gustavo Petro bezeichnete die Täter als "Terroristen, Faschisten und Drogenhändler".  © Santiago Saldarriaga/AP/dpa

Präsident Gustavo Petro sprach in Zusammenhang mit dem Vorfall von Terrorismus. Die Täter bezeichnete er als "Terroristen, Faschisten und Drogenhändler" und machte Dissidenten der früheren Farc-Guerilla verantwortlich, die das Friedensabkommen von 2016 nicht anerkannt haben.

Der Anschlag trifft Kolumbien in einer angespannten Sicherheitslage wenige Wochen vor der Präsidentenwahl am 31. Mai.

Bereits am Freitag gab es eine Serie koordinierter Angriffe im Westen des Landes. Nach übereinstimmenden Berichten explodierte in der touristischen Stadt Cali ein Fahrzeug nahe einer Militärbasis, während es in der benachbarten Stadt Palmira zu weiteren Detonationen in der Nähe einer militärischen Einrichtung kam. Todesopfer wurden nicht gemeldet.

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Die Behörden machen auch dafür Dissidenten der früheren Farc-Guerilla verantwortlich. 

Der Anschlag auf der Panamericana folgt auf eine Serie koordinierter Angriffe im Westen des Landes, die bereits am Freitag geschahen.  © Santiago Saldarriaga/AP/dpa

Verteidigungsminister setzt Kopfgeld aus

Verteidigungsminister Pedro Sánchez kündigte angesichts der jüngsten Anschläge eine verstärkte Offensive der Sicherheitskräfte an - zudem wurde ein Kopfgeld auf führende mutmaßliche Verantwortliche ausgesetzt.

Die Gruppen zählen weiterhin zu den wichtigsten Akteuren der Gewalt in der Region. Die Sicherheitslage ist eines der zentralen Themen im Wahlkampf.

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