Einkaufszentrum wird zur Todesfalle: Mindestens 14 Menschen sterben bei Inferno

Von Arne Bänsch

Karachi (Pakistan) - Bei einem verheerenden Brand in Pakistan sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere Personen werden vermisst, wie Behördenvertreter erklärten.

Mit schwerem Gerät durchsuchen Rettungskräfte und die Feuerwehr die Trümmer.  © Mohammad Farooq/AP/dpa

Das Feuer in dem Einkaufszentrum war am Sonntag in der Hafenmetropole Karachi ausgebrochen. Bilder zeigen einen zerstörten und ausgebrannten Gebäudekomplex.

Bei dem Großbrand wurden 38 Menschen verletzt, wie eine Sprecherin der Provinzregierung der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Sorge ist groß, dass die Zahl der Toten weiter steigen könnte. Mehr als 24 Stunden kämpften Feuerwehrleute gegen die Flammen. Der Gouverneur der Provinz Sindh sprach von mehr als 70 Vermissten.

Das Einkaufszentrum war Behördenangaben zufolge für 400 Läden ausgelegt - tatsächlich sollen dort jedoch gut dreimal so viele Geschäfte untergebracht gewesen sein.

Unglück Aufstand und Geiseln: Häftlinge erobern Knast und halten 40 Wärter in Gefangenschaft

Nur zwei Notausgänge seien funktionsfähig gewesen.

Anzeige
Luftaufnahmen zeigen das extreme Ausmaß der Zerstörung. Das Einkaufszentrum sei vollkommen ausgebrannt.  © Ali Raza/AP/dpa
Das Inferno forderte mindestens 14 Menschenleben. 38 Menschen wurden durch die Flammen verletzt.  © Mohammad Farooq/AP/dpa

Pakistanische Feuerwehr hat nicht ausreichend Ausrüstung, um Feuerkatastrophen zu trotzen

In der Vergangenheit kam es in dem südasiatischen Land häufig zu verheerenden Feuerkatastrophen, die Diskussionen über Brandschutz auslösten.

Die Feuerwehren sind oft unterbesetzt und schlecht ausgerüstet - und damit kaum in der Lage, auf größere Notfälle zu reagieren.

Mehr zum Thema Unglück: