Goldsucher in Höhle eingeschlossen: Was die Rettung so schwierig macht

Von Carola Frentzen

Vientiane/Bangkok - Wie die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People mitteilte, wurden die in der Höhle angetroffenen Männer inzwischen mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt. Die Bergung könnte noch im Laufe des Tages beginnen.

In der überfluteten Höhle sind Retter auf der Suche nach Überlebenden.  © Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa

Die fünf Goldsucher waren am Dienstag nach mehr als einer Woche lebend in der Höhle entdeckt worden.

Nach Angaben der Einsatzkräfte sind sie erschöpft und hungrig, ihr Zustand ist aber stabil. Die Retter pumpten weiter Wasser ab, um den Weg nach draußen passierbar zu machen. Auch werde geprüft, ob erneut Wasser eindringen könnte, hieß es. 

Gleichzeitig berichteten örtliche Medien am Morgen (Ortszeit), die beiden anderen Männer seien mittlerweile ebenfalls lebend gefunden worden. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

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Die Bergung könnte sich als extrem schwierig erweisen, schrieb der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi in sozialen Netzwerken.

Der Experte hatte bereits 2018 die dramatische Rettungsaktion für ein eingeschlossenes Jugend-Fußballteam in der Tham-Luang-Höhle in Thailand unterstützt und ist auch dieses Mal in vorderster Front dabei.

Auf einem von ihm geposteten Video ist zu sehen, wie er sich in Laos durch extrem enge Höhlengänge mit braunem Wasser kämpft - und schließlich die fünf Eingeschlossenen findet.

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Die in der Höhle eingeschlossenen Goldsucher waren guter Laune, als sie gefunden wurden.  © Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa

Die Männer sind seit dem 19. Mai in der Höhle im Bezirk Longchaeng in der nördlichen Provinz Xaisomboun.

Insgesamt zehn Dorfbewohner hatten dort nach Gold gesucht, als heftige Regenfälle die Höhle plötzlich fluteten und ein Erdrutsch den Ausgang blockierte.

Drei von ihnen konnten sich retten und Alarm schlagen. Sieben sitzen seither fest. Lange war offen, ob sie überhaupt noch leben. 

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Medienberichten zufolge sollen die Männer ausreichend Vorräte mit sich geführt haben, um mehrere Tage in der Höhle überleben zu können.

Auf Videos, die Retter in der Höhle filmten, schienen mindestens zwei von ihnen funktionierende Stirnlampen zu tragen.

Die Retter konnten sich in den vergangenen Tagen oft nur kriechend in den extrem engen Gängen vorarbeiten und mussten durch schmale Unterwasserpassagen tauchen. Wie die Goldsucher genau aus der Höhle gebracht werden sollen, wurde zunächst nicht bekannt.

Der laotischen Rettungsorganisation zufolge stehen Ärzteteams bereit, um die Männer unmittelbar nach ihrer Bergung zu versorgen.

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