Karibik-Urlaub endet tödlich: Frau wird Arm im Meer abgerissen
Charlotte Amalie (USA) - Eine Frau (†56) wollte in der Karibik einen Traumurlaub verbringen. Doch neben weißen Sandstränden und türkisblauem Wasser lauerte eine Gefahr im Meer, die ihr schließlich zum Verhängnis wurde.
Wie NBC News berichtete, wurde die 56-jährige US-Amerikanerin Arlene Lillis am Donnerstag beim Schwimmen am Dorsch Beach auf St. Croix von einem Hai attackiert und erlag später ihren schweren Verletzungen.
Augenzeugen berichteten von verzweifelten Schreien aus dem Wasser. Unter ihnen war auch der Krankenpfleger und ehemalige Rettungsschwimmer Christopher Carroll, der sofort reagierte und ins Meer hinausschwamm.
Gegenüber der amerikanischen Nachrichtenplattform schilderte er später, dass er bereits aus einiger Entfernung große Mengen Blut im Wasser gesehen habe.
In diesem Moment sei ihm klar geworden, dass es sich um einen Haiangriff handeln müsse.
Arlene war nach dem Angriff noch bei Bewusstsein
Als er die Frau erreichte, sei sie in einer Blutlache getrieben. Nach seinen Angaben war ihr linker Arm unterhalb des Ellenbogens abgebissen, ein Teil des Oberarmknochens ragte heraus.
Trotz der massiven Verletzungen soll Arlene Lillis zunächst noch bei Bewusstsein gewesen sein. Der Helfer brachte sie so schnell wie möglich zurück an den Strand - in Angst, der Hai könne erneut angreifen.
Während des Rückwegs habe die Frau geäußert, dass sie sterben werde.
Christopher Carroll versuchte nach eigenen Angaben noch, sie zu beruhigen und ihr Hoffnung zu machen. "Ich habe immer wieder versucht, sie zu beruhigen und ihr zu versichern, dass sie nicht allein ist, dass man ihr helfen und sie ins Krankenhaus bringen würde", sagte er im Interview mit NBC News.
Arlene Lillis konnte nicht gerettet werden
Sie nannte dem Retter noch ihren Vornamen, verlor jedoch kurz darauf das Bewusstsein. Rettungskräfte übernahmen schließlich die Versorgung und brachten die Schwerverletzte umgehend in ein Krankenhaus. Dort konnte ihr Leben jedoch nicht mehr gerettet werden.
Welche Haiart für den Angriff verantwortlich war, ist bislang nicht abschließend geklärt. In den Gewässern rund um die US-Jungferninseln kommen jedoch unter anderem Tigerhaie vor, die als potenziell gefährlich für Menschen gelten.
Gouverneur Albert Bryan (57) zeigte sich bestürzt über den Vorfall. Er sprach der Familie ihr Mitgefühl aus und würdigte zugleich das schnelle und mutige Eingreifen der anwesenden Strandbesucher sowie der Rettungskräfte.
Titelfoto: Bildmontage: 123RF/irvanuddin, Facebook/Screenshot/Rich Lillis

