Unfall führt fast zur Katastrophe in Autobahn-Tunnel: Laster lichterloh in Flammen

Sulzau (Österreich) - Da werden böse Erinnerungen wach: Am Freitagabend verunglückte im Brentenbergtunnel auf der Tauernautobahn in Österreich ein Lastwagen und geriet in Brand. Der Fahrer wurde verletzt geborgen.

Der Lastwagen wurde durch das Feuer völlig zerstört.
Der Lastwagen wurde durch das Feuer völlig zerstört.  © Unbekannt/FEUERWEHREN BEZIRK PONGAU/APA/dpa

Der Unfall auf der A10 geschah gegen 18 Uhr, wie die Feuerwehr des Bezirks Pongau mitteilte. Demnach war der Fahrer des Sattelschleppers in Richtung Salzburg unterwegs, als er im Bereich des Tunneleingangs gegen die Fahrbahnbegrenzung krachte.

Infolgedessen kollidierte das Gespann mit der linken Seite des Portals. Der Laster samt Ladung, die aus leerem Verpackungsmaterial bestand, fing sofort Feuer und stand innerhalb weniger Minuten lichterloh in Flammen.

"Die Wucht des Unfalls führte dazu, dass die ins Rutschen geratene Ladung das Führerhaus von der Zugmaschine trennte und dieses stark deformiert wurde", so ein Sprecher.

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Möglicherweise kam das dem Fahrer zugute, der sich selbstständig aus seinem Führerhaus befreien konnte. Er sei in den Tunnel geflüchtet, aber nach rund 50 Metern zusammengebrochen.

Glücklicherweise konnten die alarmierten Feuerwehrleute den Mann schnell ausfindig machen und aus dem Tunnel retten. Das Rote Kreuz versorgte ihn, zur Schwere seiner Verletzungen ist allerdings nichts bekannt.

Tauernautobahn wird noch längere Zeit gesperrt bleiben

Auch Teile des Tunnels wurden schwer beschädigt.
Auch Teile des Tunnels wurden schwer beschädigt.  © Unbekannt/FEUERWEHREN BEZIRK PONGAU/APA/dpa

Die Feuerwehr konnte den Brand zwar schnell unter Kontrolle bringen, der Lastwagen brannte dennoch völlig aus. Gegen 19.30 Uhr sei das Feuer gelöscht gewesen. Wegen der großen Hitze wurden auch Bereiche des Tunnels schwer beschädigt.

"Da sich der Brandherd im Bereich des Tunnelportals befand, konnten alle im Tunnel befindlichen Fahrzeuge die Röhre in Fahrtrichtung regulär verlassen", so die Feuerwehr weiter.

Die Bergung des Sattelschleppers dauerte bis weit in die Nacht hinein. Die Sperrung der Autobahn wird Medienberichten zufolge wohl noch länger bestehen bleiben.

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Insgesamt waren 110 Einsatzkräfte mit 20 Fahrzeugen vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen, außerdem 15 Kräfte vom Roten Kreuz und drei Notärzte.

Im Gegensatz zu anderen Unglücken ist dieses noch glimpflich ausgegangen. Die Österreicher dürften mit Schrecken an jenes im Tauerntunnel im Mai 1999 zurückdenken, bei dem zwölf Menschen ihr Leben verloren haben.

Titelfoto: Unbekannt/FEUERWEHREN BEZIRK PONGAU/APA/dpa

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