Kalifornien (USA) - Es sind nur kurze Augenblicke, die das Leben einer gesamten Familie komplett auf den Kopf stellen können: Vor wenigen Wochen verschluckte Camila (4) aus Südkalifornien (USA) eine Knopfzelle und musste infolgedessen ins Koma versetzt werden.
Am Donnerstag wandten sich die Eltern des Kindes, Cassandra Tafolla und Hugo Romero, erstmals an die Öffentlichkeit und machten auf die Gefahren eines solchen Gegenstandes aufmerksam.
"Etwas so Kleines hat etwas so Großes verursacht", erklärte Camilas Mutter in einem Interview mit KTLA. Die doch scheinbar harmlose, flache Batterie brannte der Vierjährigen nach Einnahme ein "Loch in die Speiseröhre" und sorgte dafür, dass das Mädchen in ein künstliches Koma versetzt werden musste.
Im Gespräch mit dem Sender räumten die Eltern der Vierjährigen ein, noch nie etwas von einer solchen Knopfzelle gehört zu haben. Umso rätselhafter war für Tafolla und Romero die Frage, wie ihre Tochter in den Besitz einer solchen Batterie gelangen konnte.
Nun liegt Camila seit mehreren Wochen im "Loma Linda Children's Hospital" und wird dort medizinisch betreut. "Die Stelle, an der das Loch eingebrannt ist, liegt ganz in der Nähe der Lungenöffnung", erläuterten ihre Eltern.
Zunächst gingen die Ärzte bei dem Mädchen von einem Virus aus, da niemand etwas von der Batterie mitbekommen hatte. Doch das über eine Woche anhaltend hohe Fieber der Vierjährigen wies auf ein viel schrecklicheres Unglück hin.
Das ursprüngliche Spendenziel wurde bereits nach wenigen Tagen übertroffen
Trotz aller Bemühungen sind Camilas Eltern momentan auf finanzielle Hilfe angewiesen. Im Zuge ihres Krankenhausaufenthalts richtete ein Freund der Familie eine Spendenaktion auf GoFundMe für die anfallenden Arzt- und Medikamentenkosten ein.
"Derzeit ist der Ausgang ungewiss. Was wir wissen, ist, dass Camila jede Unterstützung, jede Kraft und jedes Gebet braucht, das wir ihr geben können", schrieben ihre Angehörigen unter dem Aufruf.
Das ursprüngliche Spendenziel von 10.000 Dollar (ca. 8600 Euro) wurde bereits nach wenigen Tagen deutlich übertroffen. Aktuell stehen der Familie rund 20.300 Dollar (ca. 17.500 Euro) zur Verfügung, um die unvorhergesehenen Ausgaben decken zu können.
"Lasst uns als Gemeinschaft zusammenkommen und Camila und ihre Familie in dieser unglaublich schweren Zeit mit Liebe, Kraft und Unterstützung umgeben", fügte ein Angehöriger unter dem Aufruf hinzu.