Nach Motorradunfall querschnittsgelähmt: Wie Lego einem Mann zurück ins Leben half

Anchorage (Alaska/USA) - Ein schwerer Verkehrsunfall riss den US-Amerikaner Mingo Graham binnen weniger Sekunden mitten aus dem Leben: Nachdem der Motorradfahrer mit seiner Maschine gegen einen Mast gefahren war, lag er Monate lang im Koma. Als Graham wieder zu sich kam, war nichts mehr, wie es war.

Mingo Graham verlor die Kontrolle über sein Motorrad und prallte gegen eine Mast - mehrere Monate lag er im Krankenhaus.  © Fotomontage/Screenshot/Facebook/Mingo Graham

Der aus Anchorage (Alaska) stammende Zweirad-Liebhaber war nach seinem Erwachen auf einer Intensivstation querschnittsgelähmt. Gegenüber dem Newsportal AGING Untold erklärte er, sich an den Unfall selbst nicht mehr erinnern zu können.

"Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich bin erst einige Monate später im Stanford University Hospital aus dem Koma aufgewacht".

Seine Verletzungen waren dabei gravierend. Durch den Aufprall mit hoher Geschwindigkeit brach sich Graham mehrere Knochen im Halswirbelbereich und schränkte so dauerhaft seine Beweglichkeit ein.

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Nach seinem Krankenhausaufenthalt verbrachte er nach eigenen Angaben rund acht Monate in seinem Zimmer - niedergeschlagen und deprimiert. Erst durch ein außergewöhnliches Hobby fand der einstige Motorradfahrer zurück ins Leben: Die Rede ist von Lego-Steinen.

"Sie motivieren mich, wenn ich unmotiviert bin". Lediglich mit seinen Fingern sowie Daumen und Mund kreiert er unzählige Meisterwerke.

Etwas ganz besonderes stellte dabei Grahams erstes Lego-Projekt dar - eine Harley-Davidson, jenes Motorradmodell, mit dem er verunglückte.

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Um seine Zeit zu vertreiben, widmet sich der US-Amerikaner zahlreichen Lego-Projekten. (Symbolfoto)  © 123RF/donglizhang

Grahams Genesung endete nicht mit seiner Krankenhaus-Entlassung

Der ehemalige Motorradfahrer brauchte viel Zeit, um das Geschehene verarbeiten zu können.  © Fotomontage/Screenshot/Facebook/Mingo Graham

Dass solche Errungenschaften vor allem in schwierigen Lebensabschnitten wichtige Anker sein können, machte die Alters- und Traumaexpertin Amy O’Rourke im Gespräch mit dem Sender deutlich.

"Man sammelt viele kleine Erfolge – kleine Momente, in denen man etwas geschafft hat. Dann kann man sich sagen: 'Das habe ich geschafft', und sich der nächsten Herausforderung widmen", erklärte sie.

Zusätzlich betonte die Expertin, dass sich eine vollständige Genesung nicht allein durch körperliche Rehabilitation beschränken lasse.

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Auch Graham selbst erklärte, dass sein Heilungsprozess nicht mit der Entlassung seines Krankenaufenthalts endete: "Es hat lange gedauert, bis der innere Frieden gekommen ist".

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