Regungslos in Swimmingpool aufgefunden: Zweijähriger kämpft um sein Leben
Moreno Valley (Kalifornien/USA) - Es ist wohl eine der schlimmsten Erfahrungen, die Eltern überhaupt machen können: Im US-Bundesstaat Kalifornien fiel der zweijährige Ezequiel unbeaufsichtigt in einen Pool und wurde gerade so vor dem Ertrinken gerettet. Nun kämpft der kleine Mann um sein Leben.
Vor rund zwei Wochen führte ein Missverständnis in der Familie des Kleinkindes fast zu einem Todesfall.
"Papa dachte, Oma würde ihn beobachten, und Oma dachte, Papa würde ihn beobachten", erklärte Ezequiels Bruder Augustin (7) gegenüber KTLA5. Infolgedessen bemerkte niemand, wie der Zweijährige unbeaufsichtigt durch den Garten seiner Eltern irrte.
Als der Vater und die Großmutter des Jungen ihren Fehler bemerkten, eilten sie gemeinsam raus, um Ezequiel zu suchen - jedoch ohne Erfolg. Sie gerieten in Panik und durchkämmten das komplette Grundstück. Zum Zeitpunkt des Unglücks befand sich Rosa, die Mutter des Jungen, in Mexiko.
Gerade als der Siebenjährige mit ihr telefonierte, ertönte ein erschreckendes Wimmern aus dem Garten. "Er sagte Mama, Mama, Ezequiel-Pool, und ich sagte: ‚Was sagst du da?‘ Ich verstand ihn nicht, und sobald ich Papa im Hintergrund schreien hörte, verbanden sich die Worte wie ein Magnet", erklärte Rosa im Interview.
Ohne zu zögern, packte sie ihre Sachen und reiste zurück nach Moreno Valley - ohne zu wissen, ob ihr Kind bei ihrer Ankunft noch leben würde. "Ich bin völlig durchgedreht und habe nur noch gedacht: Ich muss nach Hause, ich muss nach Hause, ich muss zu meinem Baby", fügte sie hinzu.
Nach dem schockierenden Fund des Zweijährigen wurde er sofort mit einem Hubschrauber ins Loma Linda Medical Center eingeflogen und medizinisch versorgt. Ob Ezequiel den Vorfall überleben würde, war zunächst ungewiss.
Die Arztkosten für Ezequiel steigen in die Höhe - die Familie bittet um Hilfe
Als Rosa im Krankenhaus ankam, fand sie ihren Sohn mit zahlreichen Beatmungsschläuchen vor - ein grausamer Anblick für die Eltern des Jungen.
"Es ist traurig, sein Baby da liegen zu sehen, unfähig, sich zu bewegen, nicht aufstehen ...", betonte die Mutter. Nach elf Tagen zeigte sich bereits eine deutliche Verbesserung seines Zustandes.
Neben der Sorge um ihr fast ertrunkenes Kind kämpfen Ezequiels Eltern zusätzlich gegen immer höher werdende Arztkosten an.
"Wir bitten Sie demütig um Ihre Hilfe, damit sich die Familie ganz auf das Wesentliche konzentrieren kann – Ezequiels Genesung", schrieb Rosa auf der Spendenplattform GoFundMe.
Doch die sechsfache Mutter machte nicht nur auf ihre finanzielle Not aufmerksam. "Unfälle wie dieser passieren im Handumdrehen. Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit [...] und lassen Sie ein Kind niemals unbeaufsichtigt in der Nähe von Wasser – nicht einmal für eine Sekunde", erklärte sie.
Die Familie versucht derzeit, rund 26.000 US-Dollar (ca. 22.700 Euro) für die angefallenen Arztkosten zu sammeln. Auf GoFundMe erreichte Rosa bislang 1200 US-Dollar (ca. 1044 Euro). Für sie, ihren Mann und ihre fünf weiteren Kinder heißt es nun abwarten.
Titelfoto: Fotomontage/Screenshot/GoFundMe/Rosa Agustin

