Schlamm-Hölle bricht über Campingplatz herein: Menschen nach Erdrutsch begraben

Von Rebekah Lyell, Carola Frentzen

Auckland - Nach einem schweren Erdrutsch auf einem Campingplatz am Mount Maunganui in Neuseeland werden mehrere Menschen vermisst, darunter vermutlich auch Kinder.

In Neuseeland wurden mehrere Menschen unter Schlammassen begraben. Laut Polizeiangaben besteht noch Hoffnung.  © Supplied/Radio NZ/dpa

Der Erdrutsch zerstörte Teile des bekannten Campingareals, Zelte wurden von den Schlamm-Massen platt gedrückt, wie die Polizei mitteilte. Augenzeugen berichteten, dass aus einem Toilettenblock Hilfeschreie zu hören waren.

Menschen auf dem Dach versuchten demnach verzweifelt, zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Nach etwa 15 Minuten seien die Stimmen aber verstummt, berichtete die Zeitung "New Zealand Herald" unter Berufung auf einen an der Rettungsaktion beteiligten Mann.

Auf im Internet verbreiteten Videos war der Moment des Unglücks zu sehen.

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Polizeichef Tim Anderson konnte keine genaue Zahl der Vermissten nennen, sagte aber auf einer Pressekonferenz, es handle sich um "eine einstellige Zahl". Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche mussten die Retter demnach extrem vorsichtig vorgehen. Es sei aber "möglich, dass wir noch jemanden lebend finden", betonte Anderson.

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Der Badeort Mount Maunganui liegt auf einer Halbinsel und ist eigentlich für seine atemberaubende Natur, herrliche Strände und einen markanten erloschenen Vulkan bekannt.  © Mark Taylor/Waikato Times/Stuff/AP/dpa

Extremer Starkregen als Auslöser

In der nahegelegenen Ortschaft Papamoa werden nach einem weiteren Erdrutsch, der ein Wohnhaus traf, zwei Menschen vermisst.

Auslöser der Unglücke war extremer Starkregen: In der Region fiel innerhalb von zwölf Stunden so viel Regen wie sonst in zweieinhalb Monaten – der höchste Tageswert seit Beginn der Aufzeichnungen. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen.

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