Suche nach Extremsportlern in Pakistan: Drei Leichen gefunden
Von Mathis Richtmann
Islamabad - Zwei Tage nach einem verheerenden Lawinenunglück sind mindestens drei Alpinisten der zehnköpfigen internationalen Bergsteigermission um den bekannten Extremsportler Nirmal Purja tot.
Das teilte der Alpine Club Pakistan (ACP) der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch die anderen Mitglieder seien durch GPS-Signale am Broad Peak im Karakorum-Gebirge im Norden Pakistans lokalisiert.
Rettungskräfte brachen den Angaben zufolge am Samstag zu einer neuen Mission auf.
Man habe den Kontakt zu dem Team am Broad Peak - ein Berg mit rund 8.050 Metern Höhe - am Donnerstag verloren, berichtete die Bergsteigerorganisation. Zehn pakistanische und nepalesische Retter machten sich derzeit zum Aufstieg an die Unfallstelle auf.
In der Nacht auf Samstag war die Rettungsmission unterbrochen worden. Die Lawine habe die Teilnehmer der Expedition auf etwa 6.000 Metern Höhe erfasst, hieß es.
Rekord-Kletterer aus Netflix-Doku unter Vermissten
Die Expedition sei von Nirmal Purja, dem bekannten nepalesischstämmigen Alpinisten mit britischer Staatsangehörigkeit, geleitet worden, hieß es vom ACP.
Purja machte unter anderem internationale Schlagzeilen, nachdem er im Oktober 2019 in Rekordzeit alle 14 Achttausender weltweit innerhalb von sieben Monaten erklommen hatte.
Die Netflix-Produktion "14 Peaks: Nothing is Impossible" widmet sich seiner Leistung. Im August 2023 wurde Purjas Rekord von einer Norwegerin und einem Nepalesen im Team übertroffen.
Der Broad Peak ist der zwölfthöchste Berg der Erde und liegt im Karakorum-Gebirge auf der Grenze zwischen Pakistan und China.
Die Region im hohen Norden Pakistan zieht jährlich viele internationale Bergsteiger-Expeditionen an.
Erstmeldung: 31. Juli, um 10.35 Uhr, zuletzt aktualisiert: 1. August, um 8.45 Uhr.
Titelfoto: Bildmontage: Olivier Matthys/EPA/dpa,Prakash Mathema/AFP/dpa

