Überlebende von Crans-Montana zeigt ihre Brandwunden

Crans-Montana/Mailand - Eleonora Palmieri ist eine der Überlebenden der Silvester-Tragödie im schweizerischen Ski-Ort Crans-Montana. Auf Instagram teilte die 29-Jährige jetzt Bilder aus ihrer Zeit im Krankenhaus.

Eleonora Palmieri wird derzeit in Mailand behandelt, bekam dort Besuch von ihrem Freund Filippo.
Eleonora Palmieri wird derzeit in Mailand behandelt, bekam dort Besuch von ihrem Freund Filippo.  © Screenshot/Instagram/eleonorapalmieri

Die junge Italienerin stammt aus Cattolica (Rimini). Über Silvester feierte die Tierärztin gemeinsam mit Freunden in der Bar, in der 40 Menschen starben. Feuer, ausgelöst durch Partyfontänen, breitete sich im gesamten Lokal aus.

Sie überlebte mit schweren Brand-Verletzungen, wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Mailand gebracht.

Eleonora bedankte sich in dem Posting bei ihrer Familie und ihrem Freund.

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Und: "Ein riesengroßes Dankeschön gilt den Ärzten und dem gesamten Krankenhauspersonal, die mich mit größter Professionalität und Menschlichkeit behandeln."

Sie kämpfe jeden Tag um ihre Genesung, "aber meine Gedanken sind bei all denen, die es nicht geschafft haben".

Zu sehen sind mehrere Fotos und Videos, die sie mit ihrem Freund beim Feiern zeigen. Dazwischen immer wieder Aufnahmen aus dem Krankenhaus, unter anderem mit einem verbrannten Gesicht, bandagierten Armen und Händen.

Die 29-Jährige zeigt ihre Brandwunden im Gesicht.
Die 29-Jährige zeigt ihre Brandwunden im Gesicht.  © Screenshot/Instagram/eleonorapalmieri

Opfer bekommen finanzielle Soforthilfe

An Neujahr starben 40 Menschen in Crans-Montana.
An Neujahr starben 40 Menschen in Crans-Montana.  © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Im Interview mit "La Repubblica" erzählte, dass sie es in allerletzter Sekunde nach draußen schaffte. "Wie habe ich mich gerettet? Ich weiß nicht, mein Überlebensinstinkt hat mich nach draußen gebracht."

Der Schweizer Kanton Wallis unterstützt nun die 150 Opfer. Der Staatsrat entschied, dass jedes Opfer, das ins Krankenhaus musste, sowie die Familien der Verstorbenen 10.000 Franken (umgerechnet 10.700 Euro) als Soforthilfe bekommen.

Unterdessen kommen immer mehr Details zur Todesbar "Le Constellation" ans Licht.

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So berichtet der Schweizer Sender RTS, dass bereits vor Jahren mehrere Brandschutzmängel festgestellt worden. Allerdings soll im Nachgang nicht geprüft worden sein, ob diese behoben wurden.

Jessica Moretti, die Frau des Barbesitzers, musste am Mittwoch erneut bei der Staatsanwaltschaft aussagen, ihr Mann einen Tag zuvor.

Titelfoto: Montage: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa, Screenshot/Instagram/eleonorapalmieri

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