Züge stießen mit hoher Geschwindigkeit zusammen: Mindestens 17 Verletzte
Von Julia Wäschenbach
Kagerup - Bei einem Zugunglück in Dänemark sind nach Angaben eines Sprechers der Region 17 Menschen verletzt worden. Vier Menschen befinden sich laut der Nachrichtenagentur Ritzau in kritischem Zustand.
Zwei Züge seien am Morgen auf der Bahnstrecke zwischen den Orten Hillerød und Kagerup in Nordseeland zusammengestoßen, hieß es in einer Polizeimitteilung. Wie es dazu kam, ist noch unklar. Nach Angaben der Rettungskräfte ging der Notruf um 06.30 Uhr ein.
Die für die medizinische Versorgung zuständige Region war mit sieben Rettungswagen, drei Krankentransportern und mehreren Notarztwagen vor Ort. Auch ein Militärhubschrauber sei zum Einsatz gekommen, so der Sprecher.
Die angrenzende Straße werde für längere Zeit gesperrt sein. Ein großes Polizeiaufgebot war ebenfalls vor Ort.
Der Einsatzleiter der Rettungsdienste sagte dem Fernsehsender TV2, die Züge seien rund 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kopenhagen offenkundig mit relativ hoher Geschwindigkeit kollidiert.
Züge prallten mit hoher Geschwindigkeit zusammen
Alle Fahrgäste hätten die Züge verlassen oder seien daraus befreit worden: "Niemand ist eingeklemmt."
Bei dem Zusammenstoß wurden beide Züge schwer beschädigt. Die Führerhäuser der beiden Loks wurden durch den Aufprall verformt, die Fenster der vorderen Zugteile zerbrachen.
"Ich bin zutiefst erschüttert und schockiert, meine Gedanken sind bei allen Betroffenen", erklärte die Bürgermeisterin der nahe dem Unglücksort gelegenen Gemeinde Gribskov, Trine Egetved.
Polizei und Rettungskräfte seien in großer Zahl vor Ort. Nun werde ermittelt, "was genau passiert ist, und sichergestellt, dass jeder die Hilfe erhält, die er benötigt".
Bahnunglücke kommen in Dänemark relativ selten vor. 2019 waren jedoch bei einem Unfall mit einem Passagierzug acht Menschen ums Leben gekommen.
Originalartikel von 8.33 Uhr, zuletzt aktualisiert um 10.10 Uhr.
Titelfoto: Steven Knap/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

