Neue Betrugsmasche: Jetzt bittet selbst der Chatbot zur Kasse
Leipzig - In den letzten Wochen hat die Verbraucherzentrale vor neuen Betrugsmaschen gewarnt. Die Betrüger nutzen unter anderem Love Scamming und seit Kurzem auch KI-Sprachklone, die klingen, wie die eigenen Familienmitglieder. Weiterhin beliebt bleibt die Methode des "Phishing". In den letzten Tagen wurden mehrere Betrüger-Mails verschickt.
Aktuell gehen vermehrt Fake-E-Mails im Namen von "OpenAI" herum. Das US-amerikanische Softwareunternehmen steckt unter anderem hinter der beliebten Chatbot-KI "ChatGPT". Davor warnt jetzt auch die Verbraucherzentrale Sachsen (VBZ).
Immer mehr Menschen vertrauen im Alltag auf die KI und genau mit dieser Angst, spielen die Betrüger.
In E-Mails sprechen sie von angeblich fehlgeschlagenen Zahlungen und behaupten, dass kostenpflichtige Abonnements, wie "ChatGPT Plus" nicht verarbeitet werden konnten.
Die Nutzerinnen und Nutzer sollen ihre Zahlungsdaten über einen beigefügten Link aktualisieren.
So erkennt Ihr die Fake-Mails
Aber Achtung! Die Experten der VBZ weisen darauf hin, dass die Betrüger es nur auf die sensiblen Daten abgesehen haben. "OpenAI" zeigt Abrechnungsprobleme ausschließlich direkt im Nutzerkonto an.
Wer eine E-Mail erhält, die einem komisch vorkommt, sollte auf diese Warnsignale achten:
- Falscher Absender: Wenn die E-Mail nicht von einer offiziellen "OpenAI"-Domain (z.B. @openai.com) stammt
- Künstlicher Zeitdruck durch Formulierungen wie "Zahlung ausstehend", "Zugriff wird gesperrt" oder "nur 48 Stunden"
- Unpersönliche Anrede: Statt eines Namens, allgemeine Formulierungen
- Aufforderungen zur Dateneingabe über einen Link in der E-Mail
"Phishing-Mails werden zunehmend professioneller gestaltet und greifen gezielt bekannte digitale Dienste auf. Wachsamkeit bleibt der beste Schutz", erklärte Steffi Meißner, Leiterin der Beratungsstelle in Bautzen.
Neben "OpenAI" verschicken die Betrüger teilweise auch Phishing-Mails im Namen von Mobilfunkanbietern, Streamingdiensten, Online-Marktplätzen oder ähnlichen Dienstleistern.
Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

