VW-Werk vor dem Aus? CDU-Mann sicher: Dann baut ein anderes Unternehmen in Zwickau Autos
Zwickau - Es eine Hiobsbotschaft für die ganze Region: Das Zwickauer VW-Werk steht offenbar vor dem Aus. Schon 2031 könnte Schluss sein. Der Zwickauer Bundestagsabgeordnete Carsten Körber (47, CDU) zeigt sich betroffen - ist aber überzeugt, dass in Zwickau auch ohne VW weiter Autos gebaut werden.
"Die Berichte über eine mögliche Schließung des VW-Werks in Zwickau sind ein schwerer Schlag für die Beschäftigten, ihre Familien und für unsere gesamte Region", sagt der CDU-Politiker.
Der Autobau prägt die Stadt seit mehr als 120 Jahren. "Namen wie Horch, Audi, Trabant und Volkswagen stehen nicht nur für Industriegeschichte, sondern für die Identität einer ganzen Region", so Körber.
Auch er hofft, dass Volkswagen den Standort Zwickau erhält. Denn die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Allerdings sieht es für das VW-Werk in Zwickau düster aus - Laut "Spiegel" plant Wolfsburg die Schließung für 2031.
Doch selbst wenn es so kommt, sagt CDU-Politiker Körber, dürfe das nicht das Ende des Automobilbaus in Zwickau sein: "Ich bin überzeugt: Auch künftig werden in Zwickau Autos gebaut - dann eben von einem anderen Unternehmen."
VW-Chef Blume spricht von Kostensenkungen und Struktur-Verschlankungen
Körber will politisch alles dafür geben, dass die Rahmenbedingungen weiter verbessert und Investoren gewonnen werden.
Große Ziele - denn der Produktionsstandort Deutschland ist im weltweiten Vergleich teuer. Personalkosten sind hoch, Energiepreise drücken. Das große Geld für Entlastungen ist im Haushalt nicht vorhanden.
Die VW-Mitarbeiter in Zwickau müssen weiter bangen. Ob der Standort wirklich 2031 schließt, dazu äußerte sich VW-Chef Oliver Blume (58) bisher nicht. Am Donnerstag sprach er in einem Videostatement lediglich von Kostensenkungen und Struktur-Verschlankungen, bezog sich aber auf keinen konkreten Standort.
Für die Gewerkschaft IG Metall unverständlich. Sie fordert Klarheit - so wie zahlreiche VW-Mitarbeiter, die am Donnerstag vor dem Zwickauer Werk demonstrierten.
Titelfoto: Bildmontage: Jan Woitas/dpa, Markus Lenhardt/dpa