Weihnachtsbäume werden teurer: Das sind die Gründe

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Dresden - In knapp zwei Monaten ist Weihnachten - und bald starten auch schon die Christbaumverkäufe. Das geliebte Jahresendgehölz wird heuer wieder teurer, wie von Produzenten zu erfahren war.

Bald stehen sie in den festlich geschmückten Stuben: Ivonne Griebel von der Firma Weihnachtsbäume und Schnittgrün betrachtet den Wuchs ihrer Nordmann-Tannen.
Bald stehen sie in den festlich geschmückten Stuben: Ivonne Griebel von der Firma Weihnachtsbäume und Schnittgrün betrachtet den Wuchs ihrer Nordmann-Tannen.  © picture alliance/dpa

Ein mannshoher, gut gewachsener Christbaum wird in diesem Jahr wohl nicht unter 35 Euro zu haben sein. Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger hat die aktuelle Preistabelle veröffentlicht.

Demnach werden für die beliebte Nordmanntanne je nach Qualität zwischen 25 und 33 Euro je Meter aufgerufen, für Blaufichten 17 bis 22 Euro und für Rotfichten zwischen 14 und 19 Euro je Meter.

Als Gründe für die Verteuerung um bis zu 15 Prozent nennen die Erzeuger gestiegene Lohn- und Logistikkosten.

Anstieg um 30 bis 40 Prozent: Hohe Transportkosten treiben Christbaum-Preise hoch
Weihnachten Anstieg um 30 bis 40 Prozent: Hohe Transportkosten treiben Christbaum-Preise hoch

Zudem weist der Verband auf ein weiteres Problem hin: die Verknappung des Angebots. "Die Produktionsmenge an Weihnachtsbäumen nimmt weiter ab. Viele Produzenten reduzieren ihre Anbauflächen, um steigende Kosten und Arbeitsaufwände besser bewältigen zu können", so Verbands-Sprecherin Janina Teichmann.

Zudem würden immer mehr Betriebe die Weihnachtsbaumproduktion ganz aufgeben.

Mitarbeiter einer Weihnachtsbaumplantage bereiten die diesjährige Saison vor. Die Bäume müssen vermessen und markiert werden, bevor sie in den Verkauf gelangen.
Mitarbeiter einer Weihnachtsbaumplantage bereiten die diesjährige Saison vor. Die Bäume müssen vermessen und markiert werden, bevor sie in den Verkauf gelangen.  © picture alliance/dpa

Fichten und Kiefern günstiger als Tannen

Einer der größten Produzenten im Freistaat ist Ulrich Haberland mit seiner sächsischen Christbaum GbR. Er nennt ein weiteres Problem: Im Pflanzjahr 2018 seien wegen der extremen Trockenheit weniger Bäume angewachsen. Und Bäume aus dieser Zeit gingen in der Regel jetzt in den Verkauf, so Haberland. Er schätzte, dass seine Bäume rund fünf Euro teurer werden.

Beim Sachsenforst wird es auch teurer. "Für die natürlich gewachsenen und unbehandelten Weihnachtsbäume werden wir uns etwa im Bereich von 20 bis 30 Euro je Baum bewegen, wobei Fichten und Kiefern tendenziell günstiger als Tannen sind", so Sprecher Marco Horn.

Titelfoto: picture alliance/dpa

Mehr zum Thema Weihnachten: