Besonderer Vollmond am Dienstag! Liegt eine der schlimmsten Nächte vor uns?

Ratgeber - Seit der Antike ist der Vollmond ein wesentlicher Bestandteil, um den Wechsel von Monaten und Jahreszeiten zu verfolgen. Doch der Vollmond faszinierte die Menschen auch schon immer, weil ihn etwas Mysteriöses umgibt. Im Juni steht uns ein besonderer Vollmond bevor. Doch wann kommt er und wie wirkt er sich auf uns aus?

Am 14. Juni kommt der Mond der Erde in diesem Jahr am nächsten. Dann erscheint er ganz besonders groß.
Am 14. Juni kommt der Mond der Erde in diesem Jahr am nächsten. Dann erscheint er ganz besonders groß.  © 123RF/kdshutterman

In diesem Monat können wir den sogenannten Erdbeermond beobachten. Der "Erdbeermond", wie der letzte Vollmond des Frühlings oder der erste Vollmond des Sommers genannt wird, erhielt seinen Namen, weil im Juni die süßen Beeren reifen, klärt die US-Weltraumbehörde Nasa auf.

Der Name bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass der Mond rot ist, obwohl er beim Auf- oder Untergang eine rötliche Farbe hat.

Weil er oft näher, größer und heller als ein durchschnittlicher Vollmond ist, wird er auch als Supermond bezeichnet. Und mit einem solchen haben wir es jetzt zu tun: Am 14. Juni nähert sich der Vollmond der Erde am nächsten. Weil seine Umlaufbahn eher eine Ellipse als ein perfekter Kreis ist, erscheint er größer.

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Laut der von Chris Peat für astronomisch interessierte Leute entwickelten Website Heavens-Above (das gleichnamige Unternehmen hat seinen Sitz in München), ist der Mond am 14. Juni 357.432 Kilometer von der Erde entfernt. Im Schnitt beträgt der Abstand 384.400 Kilometer, er kann auch bei bis zu 405.000 Kilometern liegen.

Doch wie wirkt sich der Vollmond im Juni auf unser Wohlbefinden aus?

Schlafstörungen, Heißhunger, schlechte Laune

Wie gesagt fällt der nächste Vollmond auf den 14. Juni. Es ist der 165. Tag des Jahres, der etwa 16 Stunden und 39 Minuten dauert. Damit ist er ganze neun Stunden länger als der kürzeste Tag des Jahres (21. Dezember, Winterbeginn). Am 21. Juni ist Sommerbeginn und mit mehr als 17 Stunden Helligkeit der längste Tag des Jahres.

In unserer Zeitzone ist der Erdbeermond ab 13.52 Uhr am Himmel zu sehen, am besten natürlich erst nach Einbruch der Dunkelheit. Wenn das Wetter mitspielt, könnte es einen einzigartigen Blick auf den Satelliten geben (der Mond ist kein Planet!).

Bekannt ist, dass die einzelnen Mondphasen einen sehr starken Einfluss auf den Menschen haben können. Bei Vollmond kann sich das etwa durch Schlafstörungen bemerkbar machen. Denn durch Helligkeit wird die Serotonin-Ausschüttung angeregt. Oder das Wachmacher-Hormon stört das Einschlafen.

Der Supermond könnte für manche also die Nacht zum Tag machen. Auch ein gesteigerter Appetit und Heißhungerattacken, schlechte Laune oder eine depressive Stimmung können verursacht werden.

Die gute Nachricht: Serotonin ist als Glückshormon bekannt und wirkt sich somit auch positiv auf unser Wohlbefinden aus, indem es uns Energie gibt.

Fun Fact: Etwa alle 20 Jahre fällt der Erdbeermond mit der Sommersonnenwende zusammen, die entweder am 20., 21. oder 22. Juni ist.

Titelfoto: 123RF/kdshutterman

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