Deutscher Astronaut über neue Mondmission: "Geht nicht mehr darum, Flaggen aufzustellen"

Von Christian Thiele

Köln - Der deutsche Astronaut Alexander Gerst (49) sieht mit der erfolgreich zu Ende gegangenen Mondmission eine neue Ära in der Raumfahrt-Forschung angebrochen.

Alexander Gerst (49) verbrachte bei zwei Langzeitmissionen auf der ISS (2014 & 2018) insgesamt 362 Tage im Weltraum. (Archivbild)  © Sina Schuldt/dpa

Das sei die zweite Welle der Exploration des Mondes, um den Weltraum zu erkunden, sagte der Wahl-Kölner im Deutschlandfunk. "Da geht es nicht mehr darum, Flaggen aufzustellen wie in der ersten Welle."

Stattdessen gehe es nun darum, permanent präsent zu sein auf der Mondoberfläche als Wissenschaftler und Wissenschaftlerin.

Die US-Astronauten Christina Koch (47), Victor Glover (49), Reid Wiseman (50) und der Kanadier Jeremy Hansen (50) waren in der Nacht zum Samstag (MESZ) plangemäß im Pazifik nahe San Diego gelandet. Sie waren rund zehn Tage im All.

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"Das wichtigste Ergebnis hierbei ist, dass das Raumschiff funktioniert", sagte Gerst. "Das war gar nicht so sicher vorher, dass das mit Menschen funktionieren würde."

Es brauche zunächst "ein paar Testmissionen", bevor man sich hinauswagen könne auf die Mondoberfläche.

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Haben sich weiter von der Erde entfernt als jemals Menschen zuvor (v.l.n.r.): Die "Artemis 2"-Astronauten Christina Koch (47), Jeremy Hansen (50, oben), Victor Glover (49, unten) und Reid Wiseman (50).  © Uncredited/NASA/AP/dpa

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Gerst gab zudem zu bedenken, nicht alles könne mit der Hilfe von Robotern und Technik erforscht werden. Ein ferngesteuertes Fahrzeug könne nur einen relativ kleinen Bereich abdecken und wenige Proben nehmen. "Die Planeten-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sagen uns sehr klar, [...] um wirklich einen Planeten zu erforschen oder ein Objekt wie den Mond, dann muss man da auch mit den Menschen hin."

Erstmals hatten 1969 Menschen den Mond betreten. Eines der berühmtesten Bilder der Mondlandung 1969 zeigt Astronaut Buzz Aldrin neben einer US-Flagge.

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