Magisches Lichtspektakel: Polarlichter leuchten über Sachsen

Sachsen - Am Montagabend bot sich über Sachsen ein seltenes und beeindruckendes Naturschauspiel. In dunkler Umgebung waren Polarlichter deutlich am Himmel zu erkennen und tauchten die Nacht in schimmernde Pink-, Violett- und Smaragdgrüntöne.

Über dem Landkreis Mittelsachsen entfaltete sich das Himmelsspektakel eindrucksvoll.  © EHL Media/Tim Meyer

Das außergewöhnliche Farbenspiel lockte selbst in den späten Abendstunden zahlreiche Menschen aus ihren Häusern, um das sonst eher aus skandinavischen Ländern bekannte Himmelsspektakel auch hierzulande mit eigenen Augen zu erleben.

Über Sachsen präsentierte sich der Himmel dabei klar und sternenreich - ideale Bedingungen für die Beobachtung der Polarlichter.

Verantwortlich für die farbenprächtigen Erscheinungen war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein sogenannter geomagnetischer Sonnensturm.

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Nach Angaben der US-Atmosphärenbehörde NOAA erreichte er die zweithöchste Stufe G4.

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Auch im Erzgebirge war das Lichtspektakel am Himmel zu sehen.  © Niko Mutschmann
Über der Oberlausitz zeigten sich die pinken und grünen Farbspiele am Himmel besonders deutlich.  © xcitepress/Thomas Baier
Der Himmel über Dresden-Bannewitz zeigte sich in einem leuchtenden Grün.  © privat
Auch über Pirna war die außergewöhnliche Farbenpracht zu sehen.  © privat
Und auch über Leipzig war das Spektakel sichtbar, fotografiert von der Brandenburger Brücke.
In Annaberg-Buchholz war der Himmel in einer erstaunlichen Farbenvielfalt zu bewundern.  © Uwe Meinhold
So sah der Himmel durch ein Fischaugen-Objektiv aus.  © Uwe Meinhold

Richtige Belichtung verwandelt blasse Schimmer in kräftige Farben

Dank passender Belichtungszeit ließen sich selbst mit dem Handy knallbunte Aufnahmen fürs Fotoalbum machen.  © privat

Während das menschliche Auge die Polarlichter oft nur als blassen oder gräulichen Schimmer wahrnimmt, erscheinen sie auf Fotografien in leuchtenden, ausdrucksstarken Farben.

Je nach Intensität der Erscheinung war dabei eine sorgfältig gewählte Belichtungszeit nötig, um die Farben realistisch einzufangen.

Besonders auf Handyaufnahmen wirkten die Polarlichter daher häufig deutlich kräftiger und farbintensiver als bei der direkten Beobachtung.

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