Seit 49 Jahren im All: NASA muss Maßnahme treffen, um "Voyager 1" am Leben zu halten

Houston (Texas) - Kein von der Menschheit geschaffenes Objekt ist weiter von der Erde entfernt, als die Raumsonde "Voyager 1". Nun musste die NASA ein wissenschaftliches Instrument abschalten, um die Sonde am Leben zu halten.

Die Raumsonde "Voyager 1" hat sich bereits über 25 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Langsam wird die Energie knapp. (Illustration)  © JPL-Caltech/NASA/dpa

Nach ihrem Start im Jahr 1977 neigt sich die Energie von Voyager 1 weiter dem Ende zu. Aus diesem Grund wurde ein Gerät zur Messung der Partikeldichte im interstellaren Raum (LECP) vorerst abgeschaltet.

"Das atomgetriebene Raumschiff hat wenig Leistung, und das Ausschalten des LECP gilt als der beste Weg, um den ersten interstellaren Entdecker der Menschheit am Laufen zu halten", teilte die NASA mit.

Da sich Voyager 1 heute bereits über 25 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt hat, wird es circa 23 Stunden dauern, bis der Befehl zu Abschaltung des Systems die Sonde erreicht.

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Damit bleiben noch zwei der ehemals zehn Instrumente an Bord der Raumsonde aktiv: eines zur Messung von Plasmawellen und eines zur Untersuchung von Magnetfeldern.

Die NASA betonte, dass Ingenieure bereits vor Jahren ein Plan erarbeitet haben, um das Leben von Voyager 1 und der Schwester-Sonde "Voyager 2" so lange wie möglich zu verlängern. Das LECP-Instrument der Voyager 2 wurde bereits März 2025 abgeschaltet.

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Unterdessen wird weiter an einer "Energiespar-Lösung" gearbeitet, um beide Voyager-Sonden am Laufen zu halten. Dafür sollen Mitte des Jahres mehrere Geräte an Bord beider Sonden gleichzeitig abgeschaltet werden, sodass die Sonden gerade genug Kraft haben, um weiter Daten zurück zur Erde zu senden.

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