Tag drei auf dem Weg zum Mond: Houston weckt Artemis-Astronauten mit diesem speziellen Song

Houston - Am dritten Tag des bemannten Mondflugs "Artemis 2" wurden die vier Astronauten an Bord der Orion-Kapsel "Integrity" vom Kommandozentrum in Houston (Texas) mit einem passenden Song aus den 90ern geweckt.

So blicken die Artemis-Astronauten derzeit auf die Erde zurück.  © Reid Wiseman/NASA/AP/dpa

Am Freitagabend, gegen 19 Uhr (MEZ), ertönte "In a Daydream" von der "Freddy Jones Band" an Bord des Raumflugzeugs, wie die NASA mitteilte.

Der Song aus dem Jahr 1992 könnte dabei nicht passender sein, immerhin bietet sich den Astronauten draußen im Weltall ein Anblick, wie in einem "Tagtraum". Auch die Lied-Passage "Niemand in der Nähe, nur ich und der Himmel", scheint nirgends zutreffender, als weit entfernt vom Heimatplaneten.

Das Raumschiff hat sich seit seinem erfolgreichen Start am Mittwoch sowie der Zündung des Haupttriebwerks zum Verlassen einer Erdumlaufbahn bereits gut 107.000 Meilen (circa 172.200 Kilometer) von der Erde entfernt und hat noch rund 157.000 Meilen (circa 252.667 Kilometer) bis zum Mond vor sich (Stand, Freitag 21 Uhr).

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Während sich an Karfreitag in Deutschland ein gemütlicher Abend anbahnt, hat der Arbeitstag für die vier Astronauten gerade erst begonnen. Am dritten Tag der Mission gibt es zugleich einiges zu tun.

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Am 1. April brach die Menschheit nach 53 Jahren wieder in Richtung Mond auf.  © Jennifer Briggs/ZUMA Press Wire/dpa

"In a Daydream": Mit diesem Song wurden die NASA-Astronauten geweckt

Tag drei der Artemis-Mission: Astronauten bereiten sich auf Beobachtung des Mondes vor

Die Astronauten lieferten bereits beeindruckende Bilder von der Erde.  © Reid Wiseman/Nasa/ZUMA Press Wire/dpa

Den wichtigsten Tagesordnungspunkt stellt dabei eine "kleine" Korrektur der Flugbahn dar. Mithilfe eines sogenannten "Outbound trajectory correction burn" (OTC) sollen die Triebwerke rund acht Sekunden lang gezündet werden, um Geschwindigkeit und Flugbahn der Raumkapsel anzupassen.

Anschließend sollen bereits erste Vorbereitungen für den Flug um die dunkle Seite des Mondes getroffen werden, schrieb die NASA weiter.

Bevor die Crew ihr Ziel voraussichtlich am Ostermontag erreichen wird, soll die Mondbeobachtung im Vorfeld bereits geprobt werden. Dafür gilt es den Ablauf zu trainieren, damit die rund sechsstündige Sicht auf die andere Mondseite ein voller Erfolg wird.

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Heißt: Kameras aufstellen, Gerätschaften verstauen und die Bewegungen durchgehen, die die Astronauten während der Beobachtungsphase auf engsten Raum durchführen müssen. Nach Angaben der NASA haben die vier Besatzungsmitglieder der "Orion" dabei so viel Platz, wie in "zwei Minivans".

Ebenfalls im Tagesverlauf geplant sind eine medizinische Notfallübung sowie ein Kommunikationstest mit dem "Deep Space Network" (DSN) der NASA.

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