Technische Probleme: SpaceX lässt 100 Satelliten abstürzen!

Houston (Texas/USA) - Elon Musk (52) und sein Unternehmen SpaceX lassen in den kommenden Wochen etwa 100 "Starlink"-Satelliten kontrolliert in der Erdatmosphäre verglühen.

Insgesamt 6000 Starlink-Satelliten, hier mit einer Langzeitbelichtung aufgenommen, kreisen um die Erde.
Insgesamt 6000 Starlink-Satelliten, hier mit einer Langzeitbelichtung aufgenommen, kreisen um die Erde.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Die Satelliten kreisen in einer Höhe von 600 Kilometern über der Erde und versorgen auch die entlegensten Winkel der Welt mit schnellem Internet. Aufgrund eines technischen Problems müssen einige der insgesamt 6000 Stück nun abstürzen.

"Die Satelliten sind derzeit steuerbar und versorgen die Nutzer effizient, doch das Starlink-Team hat ein gemeinsames Problem in dieser kleinen Satelliten-Gruppe erkannt, das die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen in der Zukunft erhöht", gab SpaceX in einer Mitteilung bekannt.

Wer allerdings atemberaubende Szenarien am Himmel erwartet, wird enttäuscht: Nachdem die Satelliten aus ihrem Orbit manövriert werden, dauert es knapp sechs Monate, ehe sie vollständig beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen - das heißt keine meteoritenartige Feuerbälle, die auf die Erde krachen.

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Dass man fehlerhafte Technik nicht einfach im All vergammeln lasse, sei laut SpaceX Teil der Maßnahmen, um den Weltraum "sicher, nachhaltig und zugänglich" zu halten. Starlink-Kunden hätten dabei keinen Internet-Ausfall zu befürchten.

Für SpaceX-Chef Elon Musk (52) gehören kontrollierte Satellitenabstürze zum Alltag. (Archivbild)
Für SpaceX-Chef Elon Musk (52) gehören kontrollierte Satellitenabstürze zum Alltag. (Archivbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Sogenannter "Weltraumschrott" wurde seit Beginn der Raumfahrt immer mehr zum Problem: Laut der Deutschen Raumfahrtagentur verbrennen jährlich bis zu 150 Tonnen davon in der Atmosphäre. Auch wenn das Risiko bisher gering sei, könne der umhertreibende Müll im All für Satelliten oder die ISS gefährlich werden.

Titelfoto: Bildmontage: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa, Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

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