Zürich - Ob geklaute Bettdecken, ungleicher Schlafrhythmus oder lautes Schnarchen: Europas Pärchen sind genervt voneinander. Das beweist zumindest eine neue Schlaf-Studie vom Meinungsforscher "YouGov". Doch warum halten sie trotzdem an einem gemeinsamen Schlafplatz fest?
Insgesamt 2663 Menschen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich haben in der neuen Studie der Meinungsforscher ihre Bett-Vorlieben preisgegeben.
Dabei wird deutlich: In Deutschland und Österreich bevorzugen drei von fünf Pärchen separate Decken. Auch deshalb kämpft hier nur jeder Zehnte mit einer geklauten Bettdecke.
Unvorstellbar ist das hingegen in Deutschlands Nachbarländern: So stecken vier von fünf italienischen und französischen Pärchen unter einer Decke.
Doch das führt auch häufiger zu Zankereien im heimischen Schlafzimmer: Denn während sich in Frankreich jeder Vierte über eine weggezogene Decke ärgert, wird jeder fünfte Italiener wegen des Deckenklaus um seinen Schönheitsschlaf gebracht.
Währenddessen scheiden sich in der Schweiz am stärksten die Geister: Die Hälfte der Liebenden schlüpft unter getrennte Bettdecken, ein Drittel teilt sie sich.
Studie zeigt: Jeder Zweite ist genervt vom Schnarchen
Eines eint alle Schlafenden aber gleichermaßen: Bei jedem zweiten (etwa 50 Prozent) Schlafenden führt das Schnarchen des Partners zu schlaflosen Nächten.
Dabei stören sich in Deutschland, der Schweiz und Frankreich mehr als 60 Prozent der Frauen am schnarchenden Partner. Bei den Männern sind es rund 40 Prozent. Mögliche Gründe? Frauen schlafen leichter und Männer haben häufig engere Rachenräume.
Platz zwei belegt in Deutschland, der Schweiz und Frankreich mit etwa 25 Prozent übrigens ein unruhiger Schlaf.
Doch warum schlafen Pärchen denn überhaupt noch in einem Bett?
Da sind sich alle Teilnehmenden einig: Mit knapp 60 Prozent liegt "Nähe/Kuscheln" auf Platz 1. Allerdings stechen auch hier die pragmatischen Schweizer wieder heraus: Für 59 Prozent gehört es zur Beziehung.
Ein Blick auf die Geschlechter zeigt hier allerdings: Männer schätzen am gemeinsamen Bett besonders die Intimität. Frauen hingegen die Sicherheit.