10.000 Besucher: Historische Bauernschlacht vor 500 Jahren nachgestellt

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Von Annett Gehler

Bad Frankenhausen - Das Wochenende stand in Bad Frankenhausen (Kyffhäuserkreis) ganz im Zeichen der Bauernschlacht vor 500 Jahren.

Die Bauernschlacht wurde aufwendig nachgestellt.
Die Bauernschlacht wurde aufwendig nachgestellt.  © Matthias Bein/dpa

Rund 500 Mitwirkende in authentischen Gewändern stellten das historische Ereignis am Samstag und Sonntag in der Kurstadt nach. Rund 10.000 Besucher verfolgten nach Angaben einer Stadtsprecherin an beiden Tagen das Geschehen - doppelt so viele waren erwartet worden.

Im Jahr 1525 wurden auf dem Hausberg der Stadt die aufständischen Bauern unter Reformator Thomas Müntzer von einem Fürstenheer vollständig besiegt. Mehr als 6000 Bauern starben bei dem blutigen Gemetzel. Müntzer wurde gefangen genommen und am 27. Mai 1525 in Mühlhausen (Unstrut-Hainich-Kreis) enthauptet.

Der Bürgermeister von Bad Frankenhausen, Matthias Strejc (49, SPD), sagte, die Nachstellung der Bauernschlacht an ihrem authentischen Schauplatz sei für die Kurstadt ein geschichtsträchtiger Moment und für die Besucher ein einmaliges Erlebnis gewesen. Die Organisation sei eine Herausforderung gewesen.

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Die historische Nachstellung war der Höhepunkt des Gedenkjahres zu 500 Jahren Bauernkrieg in Thüringen.

Die Vorbereitungen für diese Veranstaltung waren aufwendig und dauerten mehrere Jahre.
Die Vorbereitungen für diese Veranstaltung waren aufwendig und dauerten mehrere Jahre.  © Matthias Bein/dpa

Vorbereitungen dauerten rund drei Jahre

Rund 10.000 Menschen besuchten das Event.
Rund 10.000 Menschen besuchten das Event.  © Matthias Bein/dpa

Mit der Schlacht am Berg sollten keine Klischees gezeigt werden, sondern ein möglichst stimmiges geschichtliches Bild, sagte der Vorsitzende des Ritterbundes Thüringen, Maik Elliger. Die Vorbereitungen seien sehr aufwendig gewesen und dauerten rund drei Jahre.

Viele der Kostüme wurden in Workshops in Handarbeit geschneidert. Die Darsteller seien nicht nur aus der Region, sondern unter anderem auch aus der Schweiz, Belgien und Polen gekommen.

Neben der rund zweistündigen Schlacht-Nachstellung gab es für die Besucher auch einen Mittelaltermarkt, Zeltlager der Landsknechte und Bauern sowie regionale Produkte und historisches Handwerk.

Titelfoto: Matthias Bein/dpa

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