23-Jährigen gejagt und getötet: Strafe für vier Teenager steht fest

Von Annett Gehler, Christian Rüdiger

Zella-Mehlis - Im Juni 2025 wurde die Leiche eines 23-Jährigen in Zella-Mehlis (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) gefunden. Nun steht die Strafe für zwei Mädchen und zwei junge Männer fest.

Die vier jungen Leute mussten sich am Landgericht Meiningen verantworten.  © Michael Reichel/dpa

Das Landgericht Meiningen verurteilte einen inzwischen 19-Jährigen und einen 20-Jährigen zu Freiheitsstrafen von dreieinhalb beziehungsweise viereinhalb Jahren. Die beiden Mädchen (16, 17) erhielten Bewährungsstrafen von einem Jahr und acht Monaten sowie von einem Jahr und sechs Monaten.

Die vier Angeklagten wurden nach Gerichtsangaben in dem nicht öffentlichen Prozess der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gesprochen.

Laut damaligen Ermittlungen sollen die Tatverdächtigen den 23-Jährigen mit Tierabwehrspray und Gürteln misshandelt und durch ein Wohngebiet gejagt haben, wobei der junge Mann um Hilfe rief. Einen Tag später wurde der Tote nur mit einer Unterhose bekleidet gefunden.

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Nach der Obduktion des Leichnams hatte die Polizei erklärt, dass das Opfer alkoholisiert war und in dem Bachlauf schließlich ertrunken sei. Außerdem sei er schwer misshandelt worden. Wegen des Alkohols und der personellen Übermacht der Täter habe er sich nicht wehren können.

Nach der Urteilsverkündung wurde der Haftbefehl gegen die beiden Mädchen aufgehoben.

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Die Anteilnahme nach dem Tod des jungen Mannes war groß gewesen.  © Jacob Schröter/dpa

Der Tod des 23-Jährigen löste in der etwa 12.620 Einwohner zählenden Stadt Trauer und Schock aus. Auch bundesweit sorgte die Tat - vor allem, weil die Verdächtigen so jung sind - für Aufsehen.

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