Anträge zur Einbürgerung werden vor allem von Menschen mit dieser Nationalität gestellt
Von Simone Rothe
Erfurt - Die Erfolgsaussichten bei Einbürgerungsanträgen in Thüringen sind hoch.
Wie das Statistische Landesamt mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 3800 Verfahren zum Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft abgeschlossen. 97,1 Prozent der Verfahren, die teilweise länger als ein Jahr dauern könnten, endeten mit einer Einbürgerung. Das ist nur möglich, wenn die Kandidatinnen und Kandidaten eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen.
Dazu gehören nach Angaben der Migrationsbeauftragten des Bundes eine rechtliche Mindestaufenthaltsdauer von fünf Jahren, ein gesicherter Lebensunterhalt ohne Sozialhilfebezug, ausreichende Deutschkenntnisse sowie ein bestandener Einbürgerungstest.
Außerdem müssen die Anwärter straffrei sein, Ihre Identität nachweisen und sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland bekennen.
Insgesamt wurden in Thüringen im vergangenen Jahr mehr als 5100 Anträge auf Einbürgerung gestellt, von denen jedoch wegen der Verfahrensdauer nicht alle 2025 entschieden wurden. Der größte Teil der Anträge kam laut Auskunft des Landesamtes von Menschen aus Syrien mit einem Anteil von 27,4 Prozent, gefolgt von Menschen aus Afghanistan mit einem Anteil von 7,9 Prozent und russischen Staatsangehörigen mit einem Anteil von 7,3 Prozent.
Ein Viertel der Anträge betraf Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, nur 17 Prozent der Bewerber auf die deutsche Staatsangehörigkeit waren älter als 45 Jahre.
Titelfoto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
