Immer mehr Menschen in Thüringen leben in Armut
Von Katrin Zeiß
Erfurt - In Thüringen ist der Anteil der Menschen, die in Armut leben, im vergangenen Jahr gestiegen.
Die Armutsquote lag 2025 bei 17,4 Prozent, wie aus dem Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hervorgeht. Thüringen liegt damit über dem Bundesdurchschnitt von 16,1 Prozent und gehört zu den sechs Bundesländern mit dem höchsten Anteil armer Menschen an der Bevölkerung.
Die Quote war im Freistaat seit 2021 kontinuierlich gesunken. 2024 hatte sie der Wohlfahrtsverband mit 15,7 Prozent angegeben. Jetzt hat sich diese Entwicklung wieder umgekehrt.
Für den Verband gilt als arm, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Berücksichtigt wird dabei das gesamte Nettoeinkommen eines Haushalts, einschließlich Wohngeld, Kindergeld, Kinderzuschlag, weiterer Transferleistungen sowie sonstiger Zuwendungen.
Bundesweit leben laut dem Bericht 13,3 Millionen Menschen in Armut.
Das Bundesland mit der höchsten Armutsquote von 27,5 Prozent ist Bremen, gefolgt von Sachsen-Anhalt (21,3 Prozent), Hamburg (18,9 Prozent), Berlin (18,7 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (17,6 Prozent). Am niedrigsten ist sie in Bayern (12,3 Prozent), Baden-Württemberg (13,2 Prozent) und Brandenburg (14,7 Prozent).
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