Sondershausen - Mit bis zu 170 Sachen flüchtete ein 36-jähriger Motorradfahrer vor der Polizei durch mehrere Ortschaften im Kyffhäuserkreis und Landkreis Nordhausen. Erst nach rund elf Minuten konnte die Verfolgungsfahrt in Sondershausen beendet werden.
Der Motorradfahrer sollte am Dienstagnachmittag einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Er missachtete jedoch die Anhaltesignale und flüchtete.
Wie ein Sprecher der Polizei gegenüber TAG24 mitteilte, startete die Verfolgungsfahrt in Nohra und führte unter anderem über Wolkramshausen, Kleinfurra sowie Großfurra bis nach Sondershausen.
Laut Augenzeugen soll der Motorradfahrer zeitweise auch Feldwege genutzt haben und in Kleinfurra trotz Gegenverkehrs mehrere Fahrzeuge überholt haben.
In Sondershausen gelang es einer Streifenwagenbesatzung, das Motorrad zu überholen. Verkehrsbedingt musste der Streifenwagen jedoch abbremsen.
Der flüchtige Motorradfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren, fuhr auf das Heck des Polizeifahrzeugs auf und stürzte.
Der 36-Jährige erlitt lediglich eine leichte, oberflächliche Verletzung am Fuß. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte er sich diese beim Absteigen am heißen Auspuff zugezogen haben. Die eingesetzten Polizeibeamten blieben unverletzt.
Die Kontrolle deckt mehrere Straftaten auf
Warum sich der Mann der Kontrolle entziehen wollte, wurde laut Polizei schnell deutlich: Er besaß keine gültige Fahrerlaubnis. Zudem bestand für das Motorrad kein Versicherungsschutz und es war ein falsches Kennzeichen angebracht.
Darüber hinaus stand der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, deshalb wurde er zur gerichtsverwertbaren Blutentnahme in ein Krankenhaus gebracht.
Am Funkstreifenwagen entstand nach Polizeiangaben ein Sachschaden von rund 5000 Euro. Der Schaden am Motorrad wird auf etwa 500 Euro geschätzt.