Was tun bei der Hitze? Notaufnahme-Leiter gibt Tipps für hohe Temperaturen

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Von Marie-Hélèn Frech

Suhl - Mit Blick auf Sommerhitze und andere extreme Wetterlagen wie Glatteis formuliert ein leitender Oberarzt einer Notaufnahme in Suhl einen klaren Appell.

Bei der aktuellen Hitze seien besonders ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, Babys und Kleinkinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten, gefährdet. (Archivfoto)
Bei der aktuellen Hitze seien besonders ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, Babys und Kleinkinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten, gefährdet. (Archivfoto)  © Jan Woitas/dpa

"Achten Sie aufeinander. Schauen Sie nach Nachbarinnen oder Nachbarn, die vielleicht krank, älter oder alleine sind", teilte der leitende Oberarzt der Notaufnahme des SRH Zentralklinikums Suhl, Stefan Schreiber, auf Anfrage mit.

In der aktuellen Hitze seien besonders ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, Babys und Kleinkinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten, gefährdet.

So gehörten etwa pflegebedürftige Menschen, die älter als 80 Jahre sind und ihren Angehörigen plötzlich im Wesen verändert, schläfrig oder verlangsamt vorkommen, zu "typischen" Patienten in solchen Hitzezeiten.

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Oftmals seien diese von "Exsikkose" betroffen, bei der der Körper gefährlich austrocknet. Diese Fälle müssten in der Notaufnahme behandelt werden. "Ihr Zustand bessert sich aber meist rasch."

Verändertes Durstgefühl bei Älteren

Ältere seien auch deshalb besonders gefährdet, da bei ihnen das Durstgefühl und die Fähigkeit zu Schwitzen abnehme und der Körper so dann schneller austrockne. Babys und Kleinkinder wiederum könnten ihre Temperatur selbst noch nicht gut regulieren, so Schreiber.

Bei Hitze sei entscheidend, Sonne zu meiden und richtig zu trinken. "Regelmäßig über den Tag verteilt Wasser oder ungesüßte Schorlen trinken, auch ohne unmittelbares Durstgefühl. Ein mittleres Glas Wasser pro Stunde ist eine gute Faustregel", erklärt Schreiber.

Wer allerdings an Herz- oder Nierenerkrankungen leidet, sollte die maximale Trinkmenge unbedingt vorab abklären, wie der Arzt betont. Alkohol sollte am besten gemieden werden. Dieser entziehe dem Körper zusätzlich Flüssigkeit und Mineralien.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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