Aufwachen, der Frühling ist da! Im Bärenpark ist die Winterruhe vorbei

Von Marie-Hélèn Frech

Worbis - Manche Schnauze wurde schon aus der Höhle gesteckt, andere haben ihr Winterquartier für die ersten Sonnenstrahlen des Frühjahrs kurzzeitig schon mal verlassen: Allmählich beenden die Bären im Alternativen Bärenpark Worbis ihre Winterruhe.

Auch Braunbärin Daggi startet langsam in den Frühling. (Archivfoto)
Auch Braunbärin Daggi startet langsam in den Frühling. (Archivfoto)  © Martin Schutt/dpa

"Der Aufwachprozess dauert etwas länger: Die meisten Bären - bis auf zwei - haben sich schon mal sporadisch blicken lassen", fasst Ulrike Richter zusammen. Sie ist Tierpflegerin in dem Park im Eichsfeld.

Die meisten Bären würden erst gegen Mitte oder Ende März komplett aus dem Winter-Modus herauskommen. "Und dann gibt es unsere Langschläferin, Katja, die braucht meistens bis Anfang, oder Mitte April", so Richter.

Alle aktuell neun Bären im Park tragen einen Namen. Gemein haben die Tiere eine meist traurige Vorgeschichte, da etwa Vorbesitzer sie nicht artgerecht gehalten haben.

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"Uns freut es sehr, dass alle unsere Bären es schaffen, in die Winterruhe zu gehen, das ist für sie nicht unbedingt selbstverständlich", erklärt Richter.

Während Bären langsam aus dem Winterschlaf erwachen, ist für andere Park-Bewohner schon Paarungszeit

Im Park in Worbis graben sich die Tiere selbst ihre Höhlen in die Hügel, wie Richter sagt. "Ein enger Gang führt hinein, dann kommt der Schlafkessel." Manche Tiere graben sich demnach jedes Jahr ein neues Winterquartier, andere wechseln die Unterkünfte.

Und während die Bären noch vor sich hindämmern, sind ihre tierischen Nachbarn bereits besonders aktiv: Für Wölfe und Luchse ist Paarungszeit.

"Dabei kommt aber nichts herum", betont Richter mit Blick auf möglichen Nachwuchs. Die im Park aufgenommenen Wildtiere, die in freier Natur kaum Überlebenschancen hätten, sind kastriert oder sterilisiert.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa

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