Automesse in Erfurt gestartet: Neuheiten und Elektromobilität im Vordergrund
Von Annett Gehler
Ob Neuheiten, Elektromobilität, Dienstleistungen oder Zubehör - die Schau biete bis Sonntag einen umfassenden Überblick rund um das Automobil, teilte die Messe mit.
42 Marken sind den Angaben nach vertreten. Besucher könnten zudem Fahrspaß zum Zuschauen und Selbstprobieren erleben.
Thüringen versteht sich als Autoland - vor allem wegen einer Vielzahl von Zulieferern. Die Branche mit nahezu 80.000 Beschäftigten steckt in einer tiefen Krise.
Die Unternehmen kämpfen mit einer anhaltend schwachen Nachfrage, Unsicherheiten beim Kurs bei der Elektromobilität und strukturellen Wettbewerbsproblemen.
Zur Verunsicherung trägt auch die Debatte um das EU-weit geplante Verbrennerverbot ab 2035 bei.
Vernünftige Infrastruktur und bezahlbare Preise als Ziel
"Wir brauchen ein Comeback des Autolandes", betonte Ministerpräsident Mario Voigt (48, CDU) zum Messestart. Anstatt eines generellen Verbrennerverbots müsse darauf gesetzt werden, dass sich beim Kunden die beste Technologie durchsetze.
Nötig sei eine vernünftige Infrastruktur und bezahlbare Preise. "Für mich ist wichtig, dass sich auch eine normale Familie weiterhin ein Auto leisten kann. Wir haben nur noch ganz wenige Kleinwagen, die unter 15.000 Euro kosten", so Voigt.
Titelfoto: Martin Schutt/dpa
