Bildungsreise nach Kanada: CDU-Minister will Schulen entlasten
Von Stefan Hantzschmann
Erfurt - Bildungsminister Christian Tischner (44, CDU) will sich auf einer Reise nach Kanada neue Impulse für eine datengestützte Schulentwicklung in Thüringen holen.
Der CDU-Politiker ist vom 26. April bis zum 2. Mai in der kanadischen Provinz Alberta unterwegs, teilte sein Ministerium mit. Geplant seien Gespräche mit dem Bildungsminister von Alberta, Demetrios Nicolaides, sowie mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Schulbehörden.
Vor wenigen Wochen hatte Tischner ein Maßnahmenpaket gegen Unterrichtsausfall präsentiert. Demnach plant das Land die Einführung einer zentralen und landesweit einheitlichen Schulverwaltungslösung. Damit sollen Schüler-, Unterrichts-, Leistungs- und Lehrkräfteeinsatzdaten verwaltet werden und die Schulen bei zentralen Verwaltungsaufgaben unterstützen.
Nach Angaben des Ministeriums wird derzeit an einer Gesamtstrategie bei dem Thema gearbeitet. Es soll auch bei einem Gespräch mit Bildungsverbänden und Gewerkschaften kommende Woche eine Rolle spielen. Tischner sagte, neben klassischen Daten spielten auch qualitative Erkenntnisse eine wichtige Rolle – etwa aus Beobachtungen, Schülerfeedback oder Hospitationen.
"Vor diesem Hintergrund möchte ich die Reise nach Kanada nutzen, um neue Impulse und Erkenntnisse für unsere derzeit laufenden Prozesse zu gewinnen – gerade auch mit Blick auf Maßnahmen zur Unterrichtsabsicherung."
Titelfoto: Martin Schutt/dpa