"Der Mann mit den 1000 Namen": Verdächtiger einer Sexualstraftat geschnappt
Bad Klosterlausnitz - Ende Mai wurde in Bad Klosterlausnitz (Saale-Holzland-Kreis) eine junge Frau (22) Opfer einer Sexualstraftat. Nun konnte ein Verdächtiger (30), genannt "Der Mann mit den 1000 Namen", in Südengland geschnappt werden.
Wie die Polizei in Jena mitteilte, war der 30-jährige Iraker über Frankfurt am Main, Belgien und Frankreich nach Großbritannien geflohen.
"Dank der engen Zusammenarbeit der Staatsanwaltschaft Gera mit nationalen und internationalen Justiz- und Polizeibehörden konnte der mit europäischem Haftbefehl Gesuchte schließlich lokalisiert werden. Englische Fahnder nahmen den Mann schließlich in einem kleinen Ort in Südengland fest", so ein Polizeisprecher.
Die 22-Jährige war am frühen 26. Mai teilweise unbekleidet in Bad Klosterlausnitz aufgefunden worden. Zuvor war ein Hinweis auf einen sexuellen Übergriff eingegangen.
In der Folge wurde gegen vier Verdächtige ermittelt. Gegen zwei Iraker (26, 29) konnte der Verdacht nicht aufrechterhalten werden. Gegen einen 29 Jahre alten Syrer wurde ein Haftbefehl erlassen, der aber inzwischen aufgehoben werden musste. Auch gegen ihn ließ sich ein Tatverdacht nicht erhärten.
Anders sieht es bei dem 30-jährigen Iraker aus, nach dem unter dem Arbeitstitel "Der Mann mit den 1000 Namen" international gefahndet wurde. Aktuell wird die Auslieferung nach Deutschland vorbereitet. Die Ermittlungen dauern nach wie vor an.
Titelfoto: Rene Ruprecht/dpa
