Thüringen - Trotz Schnee und Frost sind die ersten Weißstörche nach Thüringen zurückgekehrt.
Nach Angaben des NABU Thüringen ist bis Mitte Februar bereits rund ein Drittel der Tiere an ihren Nestern eingetroffen. Viele Ankünfte wurden in der 6. und 7. Kalenderwoche registriert.
Die Frühankömmlinge überwinterten vor allem in Südhessen oder in Südwesteuropa, etwa in Spanien. Wie schnell weitere Störche folgen, hängt von der Großwetterlage ab.
Die aktuellen Schneefälle dürften die Rückkehr zunächst bremsen. Im März und April treffen gewöhnlich die Jungstörche sowie die Tiere aus ihren afrikanischen Winterquartieren ein.
Nur wenige Weißstörche haben den Winter im Freistaat verbracht.
"Kleine Trupps überwinternder Rotschnäbel hielten sich im Umfeld mehrerer Pflanzenkompostieranlagen auf, um dort nach Nahrung zu suchen", sagt Juliane Balmer von der Staatlichen Vogelschutzwarte des Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz.
Problematisch sind dort Kunststoffteile und Gummiringe, die von den Vögeln aufgenommen werden. 2025 wurden elf verendete Jungstörche mit Gummiresten im Magen registriert. Naturschützer fordern daher, anorganische Materialien konsequent aus dem Bioabfall zu verbannen.