Fast 300 Thüringer warten auf ein lebensrettendes Spenderorgan

Von Simone Rothe

Erfurt - 281 schwer kranke Menschen warten in Thüringen derzeit auf eine lebensrettende Organspende.

In Thüringen ist die Zahl der Organspender zurückgegangen. (Symbolfoto)  © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres gab es danach im Freistaat nur 11 Organspender, weniger als in den ersten fünf Monaten der Jahre 2024 und 2025 mit 13 und 14 Spendern. Die Entwicklung in Thüringen verläuft damit gegen den Bundestrend, hier stieg die Zahl der Organspender um 6,1 Prozent.

Nach den Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation ging im Freistaat auch die Zahl der Spenderorgane zurück. 29 waren es von Januar bis Mai. In den beiden Vorjahren waren es in diesem Zeitraum 41 bzw. 40 Organe, die gespendet wurden.

Etwas günstiger war die Entwicklung bei der Zahl der transplantierten Organe: 48 waren es in den vergangenen fünf Monaten. Im Vergleichszeitraum der beiden Vorjahre waren es 46 und 38. 

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Patienten in Thüringen warten nach den Daten vor allem auf die Transplantation von Nieren, und zwar aktuell in 137 Fällen sowie auf eine Spenderleber in 108 Fällen. In 34 Fällen geht es bei Patienten auf der Warteliste um ein Spenderherz, in neun Fällen um eine Lunge.

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Hilfe für Lungenkranke in Jena

Das Universitätsklinikum Jena berichtete, dass vier Patienten im Alter zwischen 60 und 65 Jahren innerhalb von acht Tagen eine neue Lunge transplantiert worden sei. Die Jenaer Mediziner betonten, wie wertvoll die Entscheidung zur Organspende sei. Die Uniklinik ist nach eigenen Angaben seit 27 Jahren Anlaufstelle für Mitteldeutschland bei Lungentransplantationen. 

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Erfasst sind in der Statistik nur Spender, denen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe in einer der Kliniken in Thüringen entnommen und dann bundesweit oder auch im Ausland transplantiert wurden.

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