Thüringen - Immer mehr Menschen in Nordthüringen arbeiten auch nach dem Eintritt in die Altersrente weiter.
Wie die Agentur für Arbeit Thüringen Nord mitteilt, waren im vergangenen Jahr im Agenturbezirk 5240 Rentnerinnen und Rentner erwerbstätig.
Das entspricht einem Anteil von 4,1 Prozent an allen Beschäftigten in Nordthüringen – und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt von 3,8 Prozent sowie über dem ostdeutschen Wert von 3,4 Prozent.
Der Trend zeigt deutlich nach oben: Im Jahr 2015 waren noch 3107 Altersrentner beschäftigt. Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl damit erheblich gestiegen. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist Erwerbstätigkeit im Ruhestand heute wesentlich verbreiteter als noch vor 30 Jahren.
Die Gründe für die Weiterarbeit im Rentenalter sind unterschiedlich. Viele geben soziale und persönliche Motive an, etwa Freude an der Arbeit oder den Wunsch nach einer sinnvollen Aufgabe.
Auch finanzielle Aspekte spielen eine Rolle
Gleichzeitig spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle: Mehr als zwei Fünftel der Rentenbeziehenden bundesweit arbeiten laut Erhebungen aus finanziellen Gründen weiter.
Mehr Männer als Frauen arbeiten im Rentenalter: 3121 Männer waren im vergangenen Jahr beschäftigt, davon 2407 als Minijobber (77,1 Prozent). Sie arbeiteten vor allem in der Fahrzeugführung im Straßenverkehr, in der Geschäftsführung sowie in der Human- und Zahnmedizin.
Von den 2119 erwerbstätigen Frauen im Rentenalter gingen 1729 einer geringfügigen Beschäftigung nach (82,9 Prozent). Sie waren überwiegend im Büro und Sekretariat, in der Reinigung oder in der Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen tätig.