Von Simone Rothe
Erfurt - Die übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt fällt in Thüringen in diesem Jahr schwach aus.
Im April sank die Arbeitslosigkeit im Freistaat nur leicht. 71.417 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 825 Personen weniger als im März, aber 758 mehr als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,5 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vormonats.
Im April 2025 hatte die Quote bei 6,4 Prozent gelegen. Vor allem Arbeitnehmer im Alter ab 50 Jahren sowie Langzeitarbeitslose haben es schwer, bei Arbeitslosigkeit einen neuen Job zu finden. Arbeitssuchende im Alter ab 50 stellen etwa ein Drittel der Arbeitslosen, ein weiteres Drittel Menschen, die bereits länger als ein Jahr ohne reguläre Beschäftigung sind.
Innerhalb eines Monats stieg die Zahl der Langzeitarbeitslosen um ein Prozent, erklärte die Regionaldirektion.
"Zwar sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Zuge der Frühjahrsbelebung, doch saisonbereinigt erkennen wir keine echte Verbesserung", sagte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Als Warnsignal bezeichnete er die weitere Zunahme der Langzeitarbeitslosen.
Im April wurden insgesamt 3308 freie Stellen von Thüringer Betrieben neu gemeldet. Das waren 5,3 Prozent weniger Stellen als im März und 5,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit wiesen im April erneut die Stadt Gera und das Altenburger Land mit Quoten von 10,5 und 9,1 Prozent aus. Auch Teile Nordthüringens, darunter der Kyffhäuserkreis mit 8,3 Prozent und der Kreis Nordhausen mit 8,0 Prozent, gehörten dazu.