Von Katrin Zeiß
Thüringen - Die Zahl der von der Opferschutzorganisation Ezra registrierten rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Angriffe in Thüringen bleibt auf hohem Niveau.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 181 derartige Gewalttaten registriert – mehr als drei pro Woche, wie aus der von Ezra vorgelegten Jahresbilanz 2025 hervorgeht. Dabei seien mindestens 252 Menschen angegriffen worden.
40 weitere Menschen seien indirekt betroffen gewesen. Das heißt, dass sie Gewalttaten miterlebt haben, aber nicht persönlich attackiert wurden. Hauptgrund für die Übergriffe oder Bedrohungen war laut Ezra Rassismus, 103 Angriffe seien darauf zurückzuführen.
Im Vergleich zu 2024, als die Opferberater mit 206 Fällen ein Allzeithoch bei rechts motivierten Angriffen erfasst hatten, gingen die Zahlen zwar zurück.
Der Blick auf den Zeitraum seit Ende der Corona-Pandemie 2022 zeige jedoch, dass sich rechte Gewalt in Thüringen besorgniserregend verstetigt habe, so Ezra.