Mindestpreise für Mobilitätsanbieter Bolt? Stadt Erfurt zurückhaltend

Von David Hutzler

Erfurt - Seit Dezember fahren Autos des Mobilitätsanbieters Bolt durch Erfurt.

Seit Dezember sind zusätzlich zu Taxis zehn Mietwagen in Erfurt unterwegs, die über Bolt vermittelt werden. (Symbolbild)
Seit Dezember sind zusätzlich zu Taxis zehn Mietwagen in Erfurt unterwegs, die über Bolt vermittelt werden. (Symbolbild)  © Bolt/Bolt/obs

Für die Stadt ist das aber noch kein direkter Anlass, Mindestpreise einzuführen, um das Taxigewerbe vor niedrigen Preisen zu schützen.

Vorher seien Analysen des Taxi- und Mietwagenmarkts notwendig, teilte eine Sprecherin mit. Mindestpreise seien nur dann gerechtfertigt, wenn Mietwagenunternehmen die Marktanteile des Taxisektors so stark schmälern, dass damit die ausreichende Verkehrsversorgung im ÖPNV gefährdet wäre.

Mehrere Städte hatten in der Vergangenheit Mindestpreise für Mietwagen eingeführt. Beispielsweise in Essen dürfen seit Jahresbeginn Uber und Co. nicht mehr deutlich weniger kosten als Taxis.

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So soll die Taxi-Branche dort vor einem ruinösen Wettbewerb geschützt werden. Ähnliche Regeln gibt es in Heidelberg.

Taxis sind offizieller Teil des ÖPNV und an von den Städten festgelegte Preise gekoppelt. Die gelten aber nicht für private Mietwagenfahrer. Sie bieten ihre Fahrten über Apps wie Uber und Bolt an - und unterbieten die Preise der Taxis nicht selten um 30 bis 40 Prozent.

In Erfurt sind laut Stadt aktuell 90 Taxis im Einsatz. Dazu kommen nun zehn Mietwagen, die über Bolt vermittelt werden.

Titelfoto: Bolt/Bolt/obs

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