Mutmaßliches Mafia-Mitglied wegen Kokain-Handels in Thüringen vor Gericht

Von Marie-Hélèn Frech

Erfurt - Er soll Mitglied einer der gefährlichsten kriminellen Organisationen der Welt sein und von Thüringen aus Drogengeschäfte im großen Stil gelenkt haben: Wegen dieser Vorwürfe muss sich ein 31-jähriger Italiener vor dem Landgericht Erfurt verantworten.

Ein mutmaßliches Mafia-Mitglied muss sich wegen Kokain-Handels vor dem Erfurter Landgericht verantworten. (Symbolbild)
Ein mutmaßliches Mafia-Mitglied muss sich wegen Kokain-Handels vor dem Erfurter Landgericht verantworten. (Symbolbild)  © 123rf/alexkonon

Die Staatsanwaltschaft legt ihm unter anderem bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit einer Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung im Ausland zur Last.

Konkret soll er Teil der kalabrischen Mafia 'Ndrangheta sein. 

Mitangeklagt ist ein 57 Jahre alter italienischer Staatsangehöriger. Auch ihm wirft die Staatsanwaltschaft vor, gemeinschaftlich unerlaubt mit Drogen in nicht geringer Menge gehandelt zu haben.

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Er soll mit dem Jüngeren zeitweise zusammengearbeitet haben.

Ein Angeklagter will sich äußern

Die Angeklagten machten zunächst keine Angabe zu den Vorwürfen. Die Verteidigung des Älteren kündigte an, dass der Mann sich voraussichtlich am nächsten Verhandlungstag zur Sache äußern werde. Es sei bislang nicht klar, ob sich sein Mandant einlassen werde, erklärte einer der beiden Verteidiger des jüngeren Angeklagten.

Konkret geht es laut der zum Beginn der Hauptverhandlung verlesenen Anklage vor allem um Kokain-Geschäfte im Zeitraum von Mitte 2022 bis Februar 2025. Der Hauptangeklagte habe demnach etwa von der "Familien-Zentrale" der 'Ndrangheta in Erfurt aus den Umschlag der Drogen organisiert, in Arnstadt habe es eine Art Lager in einer Garage gegeben, heißt es in der Anklage.

Demnach ging es um mehr als 40 Kilogramm Kokain. In der Regel soll der 31 Jahre alte Angeklagte je nach finanzieller Situation der Abnehmer mindestens 22.000 Euro verlangt haben.

Titelfoto: 123rf/alexkonon

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