Nach schweren Verletzungen: Dieser süße Husky sucht bald ein neues Zuhause

Von Annett Gehler

Weimar - Die herzergreifende Geschichte des schwer verletzten Hundewelpen in Weimar nimmt eine überraschende Wende.

Nachdem ein schwer verletzter Hundewelpe in Weimar gefunden wurde, sucht der Husky bald ein neues Zuhause.
Nachdem ein schwer verletzter Hundewelpe in Weimar gefunden wurde, sucht der Husky bald ein neues Zuhause.  © Bodo Schackow/dpa

Der nur wenige Wochen alte Husky war Ende Januar verwundet in eine Tierarztpraxis gebracht worden - angeblich war er in einem Müllbeutel im Bereich des Buchenwalds gefunden worden.

Die folgenden Ermittlungen ergaben: Die schweren Verletzungen an Kopf und Kiefer des kleinen Rüden stammten nicht von einer Misshandlung, sondern von dem Biss eines anderen Hundes.

Laut Polizei wird daher nicht wegen Tierwohlgefährdung, sondern Verdeckung einer Straftat gegen den Halter ermittelt, von dem inzwischen auch eine Aussage vorliegt. Der kleine Husky wird seitdem in einer Pflegefamilie betreut und aufgepäppelt und erhielt dort auch seinen Namen: Wido.

Von den Verletzungen trägt Wido eine Narbe auf dem Kopf, die Wunde sei jedoch gut verheilt und die Fäden seien inzwischen gezogen worden.
Von den Verletzungen trägt Wido eine Narbe auf dem Kopf, die Wunde sei jedoch gut verheilt und die Fäden seien inzwischen gezogen worden.  © Bodo Schackow/dpa

Liebevolles Zuhause gesucht

Für den aufgeweckten Welpen mit den stechend blauen Augen und dem schwarz-weißen Fell wird nun ein neues Zuhause gesucht. Er werde nicht wieder an die ursprünglichen Besitzer zurückgegeben, stellt Amtstierärztin Madeleine Spielvogel klar. "Wir hoffen, ihn in der nächsten Woche zur Vermittlung freigeben zu können." Die Anteilnahme am Schicksal von Wido war riesig. Neben vielen Anfragen gingen auch Spenden ein.

Huskys gelten als anspruchsvolle Hunderasse mit einem großen Bewegungsdrang. "Wichtig ist es, für Wido ein Zuhause zu finden, wo seine Bedürfnisse erfüllt werden", sagt Spielvogel. Daher gibt es vor einer Vermittlung drei Kennlerntermine, bei denen sich Wido und sein neues Herrchen oder Frauchen näherkommen können. Die Haltung werde später auch noch einmal überprüft: "Es muss von beiden Seiten passen", so Spielvogel.

Von den Verletzungen trägt Wido eine Narbe auf dem Kopf. Die Wunde sei gut verheilt und die Fäden seien inzwischen gezogen worden, berichtet seine derzeitige Pflegemutter, während Wido neugierig tapsend die Umgebung erkundet. "Er ist super aufgeweckt und sehr selbstsicher", sagt die Pflegemutter.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa

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