Neue Warnstreiks im Nahverkehr: Diese Städte sind betroffen

Von Katrin Zeiß

Thüringen - Im Tarifkonflikt des kommunalen Nahverkehrs verschärft die Gewerkschaft Verdi die Gangart - mit Folgen für Bus- und Straßenbahn-Passagiere in Thüringen.

Von Montag bis Mittwoch sind Teile des kommunalen Nahverkehrs von Streiks betroffen. (Archivfoto)
Von Montag bis Mittwoch sind Teile des kommunalen Nahverkehrs von Streiks betroffen. (Archivfoto)  © Martin Schutt/dpa

Sie ruft ihre Mitglieder in mehreren Regionen in der kommenden Woche zu einem dreitägigen Warnstreik auf.

Von Montag bis einschließlich Mittwoch sollen Verkehrsbetriebe in Jena, Erfurt, Gera, Weimar sowie in den Landkreisen Unstrut-Hainich, Kyffhäuser, Gotha, Saale-Holzland-Kreis und Weimarer Land bestreikt werden.

Es sei mit ähnlich großen Ausfällen wie beim letzten Warnstreik Ende Februar zu rechnen, als Busse und Straßenbahnen etwa in Erfurt, Gera und Jena nahezu komplett stillgestanden hätten, sagte ein Gewerkschaftssprecher.

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Der Tarifkonflikt zwischen Gewerkschaften und kommunalem Arbeitgeberverband zieht sich seit Längerem hin. Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen - etwa eine kürzere Wochenarbeitszeit und längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.

Knackpunkt Arbeitszeit

Am vergangenen Montag war es in der dritten Verhandlungsrunde laut Verdi zu keinem Ergebnis gekommen. Knackpunkt sei vor allem das Thema Arbeitszeit, sagte der Sprecher. Die Gewerkschaft wirft den Thüringer Arbeitgebern vor, sich einer inhaltlichen Verhandlung über das von den Beschäftigten geforderte Wahlmodell zur Arbeitszeitgestaltung zu verweigern.

Konkret betrifft der Aufruf zum Warnstreik die Betriebe EVAG (Erfurt), JNV (Jena), JES (Jena/Eisenberg), VBN (Nordhausen), GVB (Gera), SW Weimar, Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich-Kreis und Kyffhäuserkreis, Stadtbus-Gesellschaft Mühlhausen und Sondershausen, TWSB Gotha und PVG Weimarer Land.

Eine zentrale Kundgebung wie bei der letzten Arbeitsniederlegung sei diesmal nicht geplant, stattdessen Aktionen vor Ort in den Betriebshöfen, Busdepots und Werkstätten.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa

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