Nichts für schwache Nerven: Buchpremiere von Sebastian Fitzek 670 Meter unter der Erde

Sondershausen (Thüringen) - Eine Buchpremiere an einem Ort, der schon allein für schaurige Vorstellungen sorgen kann: 670 Meter unter der Erde haben Bestseller-Autor Sebastian Fitzek (54) und Annika Strauss (41) am Samstagabend im Bergwerk Sondershausen ihr gemeinsames Buch "REM" vorgestellt.

Sebastian Fitzek (54) stellte am Samstagabend gemeinsam mit Annika Strauss (41) im Bergwerk Sondershausen ihr gemeinsames Buch "REM" vor.
Sebastian Fitzek (54) stellte am Samstagabend gemeinsam mit Annika Strauss (41) im Bergwerk Sondershausen ihr gemeinsames Buch "REM" vor.  © Heiko Rebsch/dpa

Es war die erste Lesung dieser Art an diesem besonderen Ort – inklusive Gruselfaktor schon auf dem Weg nach unten. Fitzek brachte es selbst auf den Punkt: "Wir fahren mit dem Fahrstuhl des Grauens zu unseren Albträumen."

Während der Lesung trugen die beiden Autoren Passagen aus Kapiteln ihres gemeinsamen Buches "REM" vor und gaben den Zuhörern Einblicke in die Entstehung des Buches und ihre Zusammenarbeit.

Inhaltlich dreht sich die Geschichte vor allem um Träume und Albträume.

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"Es geht in erster Linie auch um Träume, um Albträume, und die Frage: 'Was wäre, wenn wir unsere Träume genau analysieren könnten, indem wir sie anschauen?'", erklärte Sebastian Fitzek im Interview mit TAG24.

Im Bergwerk Sondershausen präsentierten Sebastian Fitzek und Annika Strauss ihr gemeinsames Buch vor außergewöhnlicher Kulisse unter Tage.
Im Bergwerk Sondershausen präsentierten Sebastian Fitzek und Annika Strauss ihr gemeinsames Buch vor außergewöhnlicher Kulisse unter Tage.  © Marie Pohland

Ursprung des Buches stammt von Fitzek

Die Idee zum Buch kam ursprünglich von Fitzek. "Was wäre, wenn ich meine Träume sichtbar machen könnte und was, wenn das keine gute Idee wäre?" Allein wollte er die Geschichte jedoch nicht schreiben, weil er das Thema nicht ganz in seinem Genre sah. Über gemeinsame Kontakte lernte er Annika Strauss kennen, "die eben im Horror-Genre sattelfest ist", so Fitzek.

Wichtig für das Schreiben zu zweit sei vor allem gewesen, während des Schreibprozesses viel Kontakt zu haben und sich ständig abzusprechen. Annika Strauss erzählte, dass sie "gegenseitig auch ein bisschen wie ein Lektorat" funktionierten und flexibel sein mussten. Dabei galt für beide: "Die bessere Idee schlägt die Gute."

Ein Kapitel sei laut Strauss besonders gruselig geworden: "Da hat auch die Lektorin geschrieben 'Das ist schon sehr schlimm', ich habe dann drunter geschrieben 'Ja!'."

Damit passt auch der Ort der Lesung: ein Bergwerk, tief unter der Erde – ziemlich nah an dem, was man sich unter einem Albtraum vorstellt.

Titelfoto: Heiko Rebsch/dpa

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