Öffentlicher Nahverkehr in Thüringen vor schwieriger Zukunft

Von Andreas Göbel

Erfurt/Jena - Der öffentliche Nahverkehr mit Bussen steht in Thüringen vor großen Herausforderungen.

Das Bus-Angebot in Thüringen steht vor Herausforderungen. (Symbolfoto)  © Martin Schutt/dpa

Angesichts der immer schwierigeren finanziellen Situation seien in Zukunft Abstriche beim Angebot zu befürchten, erklärt Tilman Wagenknecht, Geschäftsführer im Verband "Bus & Bahn Thüringen". Dem Verband gehören 14 Bus- und Bahnunternehmen sowie Institutionen im Freistaat an. Ohne ein klares politisches Bekenntnis zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) seien die aktuellen Probleme nicht lösbar, betonte er.

Aktuell leide die Branche einerseits unter Fachkräftemangel, was durch eine in den kommenden Jahren anstehende Pensionierungswelle weiter verschärft werde, heißt es etwa vom Verkehrsministerium. Auch die Kosten für Energie und die von der EU forcierte Umstellung auf Elektro-Antriebe trügen zu höheren Kosten bei. Hinzu kämen lange Liefer- und Wartezeiten bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge.

Der Verband "Bus & Bahn Thüringen" nennt zusätzlich unter anderem Lohnkosten sowie Ausgaben für Barrierefreiheit und Digitalisierung als Grund für steigende Ausgaben. Zudem leide das Image des Bus-Angebots unter durch unzuverlässige Bahnverbindungen verursachte Verspätungen.

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Das Verkehrsministerium betont, dass die Investitionshilfen des Landes etwa für Fahrzeuge und Betriebshöfe, von 21 Millionen Euro im Jahr 2025 bis 2027 auf rund 60 Millionen Euro steigen sollen. "Die Mehrkosten im ÖPNV tragen die Landkreise und Orte allein", fasst Wagenknecht zusammen.

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