Prognose: Thüringen am stärksten von Kostensteigerungen betroffen

Von Sebastian Münster

Thüringen - Thüringens Haushalte können mit deutlich steigenden Heizkosten für das vergangene Jahr rechnen.

Berechnungen zufolge gehört Thüringen zu den am stärksten von Kostensteigerungen betroffenen Bundesländern. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa

Nach Berechnungen des Energiedienstleisters Techem gehört der Freistaat zu den am stärksten von Kostensteigerungen betroffenen Bundesländern.

Steigen sollen demnach vor allem die Kosten für Fernwärme: Ein Thüringer Musterhaushalt muss dafür für 2025 voraussichtlich 16,4 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahr. Betreiber von Gasheizungen können mit 12,8 Prozent höheren Kosten rechnen.

Damit liegt Thüringen laut der Prognose auf Platz fünf der Bundesländer mit den größten Kostensteigerungen nach Bayern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Baden-Württemberg.

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Kostensteigerungen und gestiegene Verbräuche

Auch Haushalte mit Ölheizung müssen sich auf steigende Kosten einstellen, allerdings in deutlich geringerem Maße. Hier steigen die Kosten demnach voraussichtlich um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hintergrund sind sowohl gestiegene Preise als auch witterungsbedingt gestiegene Verbräuche wegen eines vergleichsweise kalten Februars sowie eines Kälteeinbruchs im November mit Frost und Schneefall.

Die Prognose basiert auf dem EU-Verbraucherpreisindex und Wetterdaten von meteostat.net, die vom Deutschen Wetterdienst validiert wurden. Für die letzten Wochen des Jahres wurden die Daten hochgerechnet.

In den vergangenen Wochen hatte es in vielen Teilen Deutschland eisiges Winterwetter mit teils strengem Frost gegeben. Schon die Weihnachtstage waren laut Deutschem Wetterdienst im Mittel so kalt wie seit 15 Jahren nicht mehr.

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