Weniger Blitze an Thüringens Himmel: Das ist der Grund
Von Simone Rothe
4407 Erdblitze zählte der Informationsdienst Aldis/Blids im Jahresverlauf. Das waren einige Tausend weniger als in den beiden Vorjahren, als das Sensornetzwerk der in Österreich ansässigen Experten 7694 beziehungsweise 8282 Einschläge im Freistaat registrierte.
Vor allem in den Sommermonaten gab es deutlich weniger Blitz und Donner am Himmel über Thüringen. Vergleichbar war die Blitzstatistik in Thüringen mit dem Jahr 2022, als 3804 Einschläge erfasst wurden.
Auch bundesweit war 2025 ein blitzarmes Jahr. Doch warum? Wetter ist komplex, aber ein wichtiger Effekt scheint sich ausgewirkt zu haben: In den meisten der gewitterträchtigen Monate war es relativ trocken. Hohe Blitzzahlen gibt es typischerweise von Mai bis September. Laut Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war es - abgesehen vom Juli und September - bundesweit trockener als sonst.
In Thüringen blitzte es im Juli nur 646 Mal, im Vorjahresmonat waren es noch 1707 Einschläge. Im August halbierte sich die Zahl der Blitze im Vergleich zum Vorjahresmonat fast auf 463. Eine Ausnahme machte der Mai in Thüringen, der alles andere als blitzarm war: 2140 Mal blitzte es in diesem Monat nach nur 714 Blitzen im Mai 2024.
Eine der zentralen Voraussetzungen für Blitz und Donner sind feuchte und energiereiche Luftmassen, erklärte Tanja Egerer vom Deutschen Wetterdienst. Zudem bedürfe es großer Temperaturunterschiede zwischen oben und unten und einen Hebungsimpuls, der dafür sorgt, dass die Luft vom Boden nach oben kommt.
Titelfoto: Marius Bulling/dpa
