Thüringer Bergwiesen retten: So soll es klappen

Von Simone Rothe

Thüringen - Thüringen will in den kommenden Jahren möglichst viele Bergwiesen im Thüringer Wald retten - und damit den Lebensraum für Pflanzen wie Arnika und Trollblume, für Dukatenfalter oder den seltenen Wachtelkönig.

Das Geld von Bund und Land soll eingesetzt werden, um Bergwiesen von Büschen freizuschneiden und die Mahd der Flächen zu sichern. (Archivfoto)  © Martin Schutt/dpa

Insgesamt seien dafür im Zeitraum bis 2030 vier Millionen Euro vor allem vom Bund sowie vom Land vorgesehen, sagte Umweltminister Tilo Kummer (BSW) in Erfurt. "Wir haben Verantwortung für viele schöne Bergwiesen."

Das Geld solle eingesetzt werden, um Bergwiesen von Büschen freizuschneiden sowie die Mahd der Flächen zu sichern.

Insgesamt würden in das Programm 356 Hektar Wiesen im Naturpark Thüringer Wald einbezogen, darunter bekannte Bergwiesen wie die Ebertswiese am Rennsteig bei Floh-Seligenthal oder Bergwiesen bei Lichte in Ostthüringen. Der Erhalt von Bergwiesen ist schwierig, weil ihre jahrhundertelange Nutzung und Pflege vor allem als Tierweide immer seltener wird.

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Die Arbeiten übernehme der Landschaftspflegeverband Thüringer Wald, der einen Teil der aufwendigen Aufgaben selbst erledigt, aber auch Aufträge an regionale Betriebe vergebe.

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Die blühende Heilpflanze Arnika ist das Symbol für Bergwiesen in Thüringen. (Archivfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Möglichst viele Bergwiesen sollen bewirtschaftet werden

Nach Angaben des Vorsitzenden des Landschaftspflegeverbandes, Florian Meusel, gibt es insgesamt etwa 25.000 Hektar Bergwiesen in Thüringen - allerdings in einem sehr unterschiedlichen Zustand, was die Artenvielfalt betreffe. Teil des Projektes sei es, beispielsweise die gelb blühende Heilpflanze Arnika durch Aussaat wieder anzusiedeln. Sie sei das Symbol für Bergwiesen in Thüringen.

Ziel des neuen Projektes sei es, dass möglichst viele der Bergwiesen sachkundig bewirtschaftet werden - als Weide oder für die Heugewinnung. Nur so werde Artenvielfalt erhalten, sagte Kummer. Abgelöst werde mit dem Projekt, zu dem der Bund mit drei Millionen Euro das Gros der Gelder beisteuert, ein Landesprogramm, das sich vor allem dem Insektenschutz auf Bergwiesen widmete.

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